Von Steuerhunden bis zu Killerwelsen: Deutschlands skurrilste Tiergeschichten

Admin User
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Ein Kaninchen frisst Futter in der Nähe von hölzernen Bauen.

Tierwelt 2025 - Vom Karpfenalarm bis zum verschluckten Ehering - Von Steuerhunden bis zu Killerwelsen: Deutschlands skurrilste Tiergeschichten

In den vergangenen Jahren hat Deutschland eine Reihe ungewöhnlicher Vorfälle im Zusammenhang mit Tieren erlebt – von Gerichtsstreitigkeiten über die Besteuerung von Haustieren bis hin zu tödlichen Angriffen durch Welse. Diese Ereignisse sorgten gleichermaßen für Verwirrung und Kontroversen, führten teilweise sogar zu strafrechtlichen Ermittlungen oder juristischen Auseinandersetzungen.

Einer der kuriosesten Rechtsstreitigkeiten begann 1995, als der Landwirt Erwin Köhler aus Gersthofen seinen Hund Urax als Steuerzahler anmeldete. Das Münchner Finanzgericht entschied später, dass Tiere nicht besteuert werden könnten, und erklärte die Anmeldung für rechtlich unwirksam. Jahre später, im Jahr 2023, tauchte ein Schreiben des deutschen Rundfunkbeitragsservice auf – adressiert an denselben Hund –, das für Heiterkeit und Kopfschütteln sorgte.

Im Juni 2023 griff ein zwei Meter langer Wels Badende am Brombachsee in Mittelfranken an und verletzte mehrere Menschen. Die Behörden, unterstützt von Anglern und Wasserrettungskräften, stuften den Fisch als ernsthafte Gefahr ein. Ein Beamter feuerte drei Schüsse ab, verfehlte das Tier jedoch, sodass ein Angler es schließlich fing und tötete. Experten vermuteten, dass das aggressive Verhalten daher rührte, dass der Wels bei niedrigem Wasserstand seinen Nachwuchs beschützte. Der Fisch landete später als 120 Filetstücke in einer örtlichen Gaststätte, während die Landespolizei den Vorfall untersuchte. Weitere skurrile Ereignisse umfassten einen Nandu, der am Neujahrstag im Tierpark Landshut einen Kinderhandschuh verschluckte, sowie den Nürnberger Zoo, der nach massiver Kritik zwölf gesunde Paviane wegen Platzmangels töten ließ. Dies führte zu rund 350 Strafanzeigen wegen möglicher Verstöße gegen das Tierschutzgesetz. Noch ungewöhnlicher war der Fund des verlorenen Eherings von Bauer Johannes Brandhuber aus Simbach am Inn – im Magen seiner Kuh Herzal, entdeckt von einem Metzger.

Diese Vorfälle zeigen, auf wie unerwartete Weise Tiere mit menschlichen Gesetzen, Sicherheitsfragen und dem Alltag kollidieren. Manche Fälle endeten mit Gerichtsurteilen, andere mit strafrechtlichen Ermittlungen, und einige landeten sogar auf dem Teller. Die Folgen waren unterschiedlich, doch jedes Ereignis hinterließ Spuren in den betroffenen Gemeinden.