Vom Flüchtling zum Rheinländer: Wie Hosheen Shekhi in Bergisch Gladbach ankam

Vom Flüchtling zum Rheinländer: Wie Hosheen Shekhi in Bergisch Gladbach ankam
Hosheen Shekhi, ein 31-jähriger kurdischer Flüchtling aus Damaskus, hat sich seit seiner Ankunft 2015 in Deutschland ein neues Leben aufgebaut. Nach Jahren voller Herausforderungen arbeitet er heute für die Arbeitsagentur, lebt in Schildgen und sieht sich selbst als Rheinländer. Seine Geschichte spiegelt sowohl persönliche Widerstandskraft als auch die Unterstützung der Einheimischen in Bergisch Gladbach wider.
2015 floh Shekhi aus Damaskus und gehörte zu den über 1.000 Geflüchteten, die sich in Bergisch Gladbach niederließen. Rund 100 Bewohner aus Schildgen initiierten damals eine Willkommensinitiative, um Neuankömmlingen wie ihm zu helfen. Anfangs hatte er Schwierigkeiten, Arbeit zu finden: Nach Erhalt seiner Aufenthaltserlaubnis 2018 bewarb er sich sieben Monate lang vergeblich um Ausbildungsplätze im Einzelhandel.
Shekhis Weg vom Flüchtling zum integrierten Bürger unterstreicht die Bedeutung von Gemeinschaftshilfe bei der Eingliederung. Heute gibt er etwas an das System zurück, das ihm einst half – als Mitarbeiter im Arbeitsvermittlungsbereich, während er in Schildgen seine Familie großzieht. Seine Geschichte ist eine von Durchhaltevermögen, lokaler Solidarität und schrittweiser Anpassung an das Leben in Deutschland.