Vodafone-Klage mit 110.000 Betroffenen: EuGH entscheidet über umstrittene **Internet**-Preiserhöhung

Admin User
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Ein grünes und oranges Telefon.

Klage gegen Vodafone zieht sich hin - Vodafone-Klage mit 110.000 Betroffenen: EuGH entscheidet über umstrittene **Internet**-Preiserhöhung

Ein großes Musterklageverfahren gegen Vodafone wurde ausgesetzt, während der Europäische Gerichtshof (EuGH) zentrale Rechtsfragen prüft. Die vom deutschen Verband der Verbraucherzentralen (vzbv) angestrengte Klage vereint über 110.000 Beteiligte, die sich gegen eine Preiserhöhung im Jahr 2023 wehren. Im Mittelpunkt des Streits steht die Frage, ob die monatliche Erhöhung um fünf Euro für Festnetz-Internet-Kunden nach EU-Verbraucherschutzrecht zulässig war.

2023 hatte Vodafone die Preise für Festnetz-Internet-Kunden um fünf Euro pro Monat angehoben – eine Maßnahme, die rund zehn Millionen Menschen in Deutschland betraf. Verbraucherschützer reagierten umgehend und argumentierten, die Erhöhung verstoße gegen vertragliche Vereinbarungen und EU-Recht. Der vzbv reichte daraufhin eine Sammelklage beim Oberlandesgericht Hamm (Aktenzeichen: I-12 VKl 1/23) ein, um Erstattungen für die Betroffenen durchzusetzen.

Die endgültige Entscheidung des EuGH wird klären, ob die Preiserhöhung von Vodafone rechtmäßig war und ob Kunden Anspruch auf Rückerstattungen haben. Bis dahin ruht das Verfahren – eine Lösung wird frühestens 2026 erwartet. Der Fall unterstreicht die anhaltende Debatte über Verbraucherrechte und die Preispolitik von Unternehmen in der Telekommunikationsbranche.