Vandalen zerstören neues Ökostrom-Ladezentrum in Willich kurz nach Eröffnung
Sophia WeberVandalen zerstören neues Ökostrom-Ladezentrum in Willich kurz nach Eröffnung
Neues E-Ladezentrum in Willich eröffnet – 25 Säulen mit Ökostrom, doch Vandalen sorgen für Rückschläge
In Willich hat ein neues Ladestationszentrum für Elektrofahrzeuge eröffnet, das 25 Ladepunkte vollständig mit grüner Energie betreibt. Die von den städtischen Werken betriebene Anlage soll den Ausstieg aus fossilen Brennstoffen vorantreiben und Autofahrern gleichzeitig schnelle und nachhaltige Lademöglichkeiten bieten. Doch bereits kurz nach der Inbetriebnahme gab es Rückschläge durch Vandalismus, was nun zu Sicherheitsnachrüstungen führt.
Der Ladepark, der in der Nähe der Autobahn A44 liegt, umfasst 22 Schnellladesäulen und drei Normalladestationen. Die hauseigenen Solaranlagen erzeugen bis zu 120 Kilowatt Strom, sodass der gesamte Bedarf aus erneuerbaren Quellen gedeckt wird. Für Wartezeiten steht den Fahrern zudem eine Lounge mit Kaffee, Snacks und lokaler Kunst zur Verfügung.
Betrieben wird die Anlage von den Stadtwerken Willich, die dort unter ihrer Marke mw autostrom sowie in Kooperation mit Tesla, Allego und Electra Ladedienste anbieten. Bürgermeister Christian Pakusch betonte, das Projekt sei ein wichtiger Schritt, um die Abhängigkeit von fossilen Energieträgern zu verringern und die Elektromobilität in der Region zu stärken. Besonders kleinere Gewerbefahrzeuge sollen von dem Angebot profitieren und so lokale Unternehmen unterstützen.
Erst kürzlich hatten Unbekannte Ladekabel durchtrennt und gestohlen, wodurch ein Schaden von etwa 60.000 Euro entstand. Um weitere Vorfälle zu verhindern, werden nun Videoüberwachung und ein verbessertes Kabelmanagement installiert.
Im gesamten Stadtgebiet unterhalten die Stadtwerke zusätzlich 50 weitere Ladepunkte, um die Ladeinfrastruktur für Elektroautos auszubauen.
Das Ladezentrum in Willich verbindet erneuerbare Energien mit modernem Komfort und unterstreicht so die Verbindung zwischen Verkehrs- und Energiewende. Mit den verstärkten Sicherheitsvorkehrungen soll die Anlage langfristig eine zentrale Rolle beim Übergang zu nachhaltiger Mobilität in der Region spielen. Gleichzeitig fügt sich das Projekt in die bundesweiten Bestrebungen ein, das Laden von Elektrofahrzeugen zugänglicher und zuverlässiger zu gestalten.






