Tonies triumphiert mit Rekordumsatz – dank kluger Vietnam-Strategie gegen US-Zölle

Admin User
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Verschiedene Spielzeuge in Verpackung.

Tonies triumphiert mit Rekordumsatz – dank kluger Vietnam-Strategie gegen US-Zölle

Der deutsche Spielzeughersteller Tonies verzeichnete zu Beginn des Jahres 2024 einen deutlichen Umsatzanstieg. Im ersten Quartal stiegen die Verkäufe des Unternehmens um fast ein Drittel – wobei die Hälfte der Einnahmen aus den USA stammte. Dieser Erfolg folgt auf eine strategische Entscheidung: Noch vor der Ankündigung globaler Zölle im April des Vorjahres eröffnete Tonies ein neues Werk in Vietnam.

Gegründet wurde das Unternehmen von Patric Faßbender und Marcus Stahl, die jüngste Handelsherausforderungen erfolgreich gemeistert haben. Als US-Präsident Trump im April neue Zölle einführte, hatte Tonies die Produktion seiner Toniebox 2 für den amerikanischen Markt bereits von China nach Vietnam verlagert. Diese Umstellung half, bei einigen Produkten höhere Kosten zu vermeiden – wenn auch nicht bei allen.

Das Wachstum von Tonies zeigt, wie eine Verlagerung der Produktion dazu beitragen kann, die Auswirkungen von Zöllen abzufedern. Die neue Fabrik in Vietnam spielte dabei eine zentrale Rolle, um die Wettbewerbsfähigkeit auf dem US-Markt – dem größten Spielzeugmarkt der Welt – zu erhalten. Gleichzeitig belasten steigende Kosten weiterhin kleinere europäische Spielzeughersteller und zwingen manche, sich aus internationalen Märkten zurückzuziehen.