Thomas Roosen verlässt nach 42 Jahren die Polizei – eine Ära endet
Thomas Roosen, Leiter des Landesamts für Zentrale Polizeiliche Dienste (LZPD NRW), geht Ende Juli nach fast 42 Jahren im Polizeidienst in den Ruhestand. Sein Ausscheiden markiert das Ende einer langen Karriere, die sich auf Polizei-IT und Führungsaufgaben konzentrierte. Bis eine dauerhafte Nachfolge geregelt ist, übernimmt die Regierungsdirektorin Astrid Ohde kommissarisch die Leitung.
Roosen trat 1982 in die nordrhein-westfälische Polizei ein und stieg im Laufe der Jahre kontinuierlich auf. Ab dem Jahr 2000 verlagerte sich sein Tätigkeitsfeld zunehmend in den Bereich Informationstechnologie, wo er zu einer Schlüsselfigur wurde. Im Laufe seiner Karriere leitete er bedeutende bundesweite IT-Projekte und wirkte als IT-Experte im Innenministerium. Einer seiner größten Erfolge war die Umstrukturierung des zentralen Polizei-IT-Systems.
2020 übernahm er die Leitung des LZPD NRW, das an seinem Hauptsitz in Duisburg rund 1.800 Mitarbeiter:innen sowie an über zehn weiteren Standorten im Land beschäftigt. Die Behörde, die 2023 über ein Budget von 1,2 Milliarden Euro verfügte, unterstützt die Polizeiarbeit durch ein breites Aufgabenspektrum – nur ein Drittel der Belegschaft besteht aus Polizeibeamt:innen, der Rest verteilt sich auf über 40 verschiedene Berufe. Innenminister Herbert Reul hatte Roosen einst als idealen Leiter für diese Position bezeichnet und dabei seine Fachkompetenz und Erfahrung hervorgehoben.
Astrid Ohde wird das LZPD NRW nun bis zur offiziellen Ernennung einer Nachfolge vertreten. Die Behörde bleibt für die Polizei in Nordrhein-Westfalen von zentraler Bedeutung, wobei die strategische Ausrichtung ihre künftige Entwicklung prägt.
Roosens Ruhestand hinterlässt eine Lücke in der Führung des LZPD NRW nach Jahrzehnten engagierter Arbeit. Die Behörde, mit ihrem weit gefächerten Aufgabenbereich und beträchtlichem Budget, wird ihre Arbeit vorerst unter interimistischer Leitung fortsetzen. Eine dauerhafte Nachfolge wird in Kürze bestimmt.






