SXSW London schließt Redner nach Einreiseverbot des Innenministeriums aus
Sophia WeberSXSW London schließt Redner nach Einreiseverbot des Innenministeriums aus
SXSW London schließt zwei prominente Redner aus, nachdem das britische Innenministerium ihre Einreise verweigerte
Die Konferenz SXSW London hat zwei hochkarätige Gäste ausgeschlossen, nachdem das britische Innenministerium ihre Einreise nach Großbritannien blockiert hatte. Cenk Uygur und Hasan Piker sollten eigentlich bei der Veranstaltung auftreten, die am Montag im Londoner Stadtteil Shoreditch begann. Die Entscheidung löste Kritik des Moderators Piers Morgan aus, der selbst am Donnerstag auf dem Festival sprach.
Die Absage wurde bereits am Montag bekannt gegeben – nur wenige Tage vor Beginn der Veranstaltung. Uygur hatte geplant, bei der SXSW London einen Vortrag zu halten sowie eine separate Rede an der Universität Oxford. Die Organisatoren bestätigten, dass weder er noch Piker nun teilnehmen werden, und verwiesen auf die Weigerung der Regierung, ihnen die Einreise zu gestatten.
Piers Morgan nutzte seinen eigenen Auftritt bei der Konferenz, um die Entscheidung scharf zu verurteilen. Er argumentierte, dass Uygurs Ausschluss auf dessen offene Kritik an der israelischen Regierung zurückzuführen sei. Zudem warf er der SXSW London vor, die Entscheidung nicht infrage gestellt zu haben, und zeigte sich frustriert über die aus seiner Sicht lasche Reaktion.
Während seines Vortrags lenkte Morgan die Aufmerksamkeit auf eine weitere Kontroverse: Er kritisierte Prinz Harry und Meghan Markle dafür, dass sie ein Foto ihrer Tochter online teilten, während sie sich öffentlich für strengere Datenschutzregeln für Kinder einsetzen.
Das Festival läuft noch bis zum 6. Juni, doch die Abwesenheit von Uygur und Piker bleibt ein viel diskutiertes Thema. Morgans Äußerungen halten die Debatte über Meinungsfreiheit und Veranstaltungsrichtlinien weiter in den Schlagzeilen. Das Innenministerium hat sich bisher nicht weiter zu der Einreiseverweigerung geäußert.






