01 May 2026, 22:03

Strompreise in Deutschland erstmals 2024 negativ – Kunden verdienten beim Verbrauch Geld

Liniengraph, der die Stromerzeugung aus Wind- und Solarenergie in Deutschland zeigt, mit begleitendem erklärendem Text.

Strompreise in Deutschland erstmals 2024 negativ – Kunden verdienten beim Verbrauch Geld

Strompreise in Deutschland erstmals in diesem Jahr im Minus – Kunden erhielten Geld für ihren Verbrauch

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Am Sonntag fielen die Strompreise in Deutschland erstmals in diesem Jahr ins Negative. Kunden mit dynamischen Tarifen erhielten für bestimmte Stunden Geld, wenn sie Strom verbrauchten. Der ungewöhnliche Preisverfall unterstreicht die anhaltende Volatilität auf dem Energiemarkt.

Die Großhandelspreise für Strom sanken ab 9 Uhr morgens unter null und blieben bis 17 Uhr negativ. Der Tiefststand lag bei -250,32 Euro pro Megawattstunde, beziehungsweise -25,03 Cent pro Kilowattstunde. Damit erlebten Verbraucher mit flexiblen Verträgen in diesem Jahr erstmals negative Preise.

Im Raum Köln fielen die Nettopreise zwischen 13 und 14 Uhr auf -8,6 Cent pro Kilowattstunde. Einige Tibber-Kunden in Regionen mit geringeren Netzentgelten zahlten sogar nur -12 Cent pro Kilowattstunde – in diesen Stunden verdienten Haushalte quasi Geld, wenn sie Geräte nutzten.

Merlin Lauenburg, Deutschland-Chef von Tibber, warnte, dass in diesem Sommer neue Rekordwerte bei negativen Preisen möglich seien. Im vergangenen Jahr waren die Großhandelspreise 457 Stunden lang negativ, und Experten erwarten für 2024 ähnliche Muster. Grund für das Phänomen ist die anhaltende Unflexibilität des Strommarkts, bei dem das Angebot oft die Nachfrage übersteigt.

Am Abend stiegen die Preise wieder an. Tibbers dynamischer Tarif erreichte zwischen 20 und 21 Uhr einen Spitzenwert von 36 Cent pro Kilowattstunde. Im Tagesverlauf variierten die Nettopreise je nach regionalen Netzentgelten stark – sie lagen zwischen 4,9 und 11,6 Cent pro Kilowattstunde.

Negativpreise im Großhandel gab es bereits einmal im Juli 2023, als sie auf -500 Euro pro Megawattstunde abstürzten. Doch erst am Sonntag erlebten Endverbraucher in diesem Jahr erstmals negative Nettopreise. Durch den Preisverfall erhielten einige Haushalte für mehrere Stunden Geld, wenn sie Strom verbrauchten. Experten führen den Trend auf die anhaltende Marktunflexibilität und die hohe Einspeisung erneuerbarer Energien zurück. Bei ähnlichen Bedingungen im Sommer könnten weitere negative Preise folgen.

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