Streit um neue Wolfsjagd-Regeln: Schutz für Schafe oder Artenschutz?

Streit um neue Wolfsjagd-Regeln: Schutz für Schafe oder Artenschutz?
Lockere Wolfsbejagung: Was Umweltschützer und Schafzüchter dazu sagen
Bundesregierung lockert Wolfsabschuss: Neue Regeln wegen Gloria und Co. – wie NRW-Schäfer und Naturschützer reagieren
Die deutsche Bundesregierung hat die Vorschriften für die Bejagung von Wölfen gelockert, nachdem es wiederholt zu Angriffen auf Nutztiere gekommen ist. Der Schritt folgt nach Vorfällen mit Problemwölfen wie Gloria, einer Wölfin, die in Nordrhein-Westfalen für mehrere Schafstode verantwortlich war. Die neuen Regelungen ermöglichen es den Bundesländern, Wolfspopulationen in stabilen Beständen strenger zu regulieren.
Die Entscheidung des Bundeskabinetts stuft Wölfe neu im Jagdrecht ein und vereinfacht damit die Entnahme von Tieren, die für Landwirtschaftsbetriebe eine Gefahr darstellen. Gloria, eine Wölfin aus Hünxe, hatte kürzlich zwei Schafe gerissen – eines davon trächtig –, obwohl Schutzumzäunungen vorhanden waren. Bei dem ungewöhnlichen Angriff riss sie dem Tier den Bauch auf, ohne es an der Kehle zu packen.
Die neuen Bestimmungen sollen den Schutz von Nutztieren mit dem Artenschutz für Wölfe in Einklang bringen. Landwirte wie Erich Specht, der durch Gloria Schafe verlor, könnten nun schneller gegen Problemwölfe vorgehen. Kritiker warnen jedoch, dass die Bejagung nach hinten losgehen könnte: Sie könnte Angriffe verstärken und das Überleben kleinerer Wolfsrudel gefährden.