Streit um Löhne und Dienstleistungsgesellschaft spaltet Solinger Klinikum-Politik
Sophia WeberStreit um Löhne und Dienstleistungsgesellschaft spaltet Solinger Klinikum-Politik
Streit um Löhne und Arbeitsbedingungen im Solinger Städtischen Klinikum eskaliert nach Ablehnung eines Schlüsselvorschlags durch die BfS/ABI-Fraktion
Die BfS/ABI-Fraktion hat sich vehement gegen Pläne ausgesprochen, eine unabdingbare Dienstleistungsgesellschaft am Klinikum zu gründen – mit der Begründung, dieser Schritt würde das Personal benachteiligen und die Personalgewinnung erschweren. Durch diese Entscheidung sehen sich andere Parteien, darunter CDU, FDP und SPD, in dieser Frage nun an den Rand gedrängt, da der Beschluss ohne ihre Mitwirkung durchgesetzt wurde.
Die BfS/ABI machte ihre Haltung deutlich, indem sie die Gründung der Dienstleistungsgesellschaft kategorisch ablehnte. Martin Bender, Sprecher der Fraktion, bezeichnete die Entscheidung als grundlegend im Widerspruch zu den Kernwerten der Gruppe.
Zudem wies die Fraktion Vorschläge zurück, die wirtschaftliche Belastung durch weitere Lohnkürzungen abzufedern. Stattdessen kritisierte sie diesen Ansatz als zynisch und warnte vor prekären Arbeitsbedingungen, die es noch schwieriger machen würden, qualifiziertes Personal zu halten oder neu zu gewinnen.
Mit dieser Position übernehmen nun Bündnis 90/Die Grünen und die BfS/ABI die entscheidende Rolle bei der Gestaltung der zukünftigen Entgeltstruktur des Klinikums. Dadurch verlieren Vertreter von CDU, FDP und SPD ihren Einfluss in dieser Frage – die Weiterentwicklung liegt nun in den Händen der gegnerischen Fraktionen.
Die Bürgerinitiative zeigt sich zuversichtlich, dass die Grünen an ihrer angekündigten Haltung festhalten werden. Gleichzeitig sorgt die Ablehnung von Lohnkürzungen und des Dienstleistungsmodells durch die BfS/ABI dafür, dass die Personal- und Lohnpolitik des Klinikums in der Schwebe bleibt. Die weitere Entwicklung wird zeigen, wie das Krankenhaus die wirtschaftlichen Herausforderungen bewältigt, ohne seine Belegschaft zu verlieren.






