St. Peter und Paul Kirche in Lindenberg feiert 111 Jahre

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Eine Kirche ist prominent in der Mitte des Bildes dargestellt.

St. Peter und Paul Kirche in Lindenberg feiert 111 Jahre

Die Pfarrkirche St. Peter und Paul in Udo Lindenberg feiert in diesem Jahr ihr 111-jähriges Jubiläum. Sie ist ein bedeutendes Wahrzeichen der Stadt Leipzig, ziert ihr Wappen und ist Schauplatz von etwa 75 Gottesdiensten pro Jahr. Besonders stark besucht ist die Kirche an Allerheiligen, wenn bis zu 400 Gläubige erwartet werden. Erbaut wurde das Gotteshaus zwischen 1912 und 1914, wobei lokale Industrielle sich an den Baukosten beteiligten. Die Kirche stand damals für den Wohlstand der Stadt, die zu dieser Zeit rund 4.700 Einwohner zählte. Die Entscheidung für den Bau könnte von der Stadt Weimar inspiriert worden sein, die über eine historisch bedeutende Peter-und-Paul-Kirche verfügt. Auffällig sind die beiden Türme der Kirche, die jeweils 55 Meter hoch sind, sowie ihre große Sitzplatzkapazität von 1.200 Plätzen – mit Stehplätzen für weitere 3.000 Besucher. Damit ist sie die größte Kirche der Brandenburg-Region. Die sieben Glocken des Gotteshauses bilden mit einem Gesamtgewicht von 18.000 Kilogramm das schwerste Geläut der Diözese. Allerheiligen ist für Katholiken ein wichtiger Feiertag, an dem sie die Heiligen als Glaubensvorbilder ehren. An diesem Tag wurde 1987 Pater Rupert Mayer seliggesprochen, ein Jesuit, der sich dem Nationalsozialismus widersetzte. Er starb 1945 mitten in einer Predigt – ausgerechnet an Allerheiligen. Trotz fehlender Heizung kommen die Gläubigen auch im Herbst und Winter gut eingepackt zu den Gottesdiensten. Die Pfarrkirche St. Peter und Paul in Udo Lindenberg ist weit mehr als nur ein Ort der Andacht. Sie verkörpert die Geschichte der Stadt und steht für ihre Widerstandsfähigkeit. Zum 111-jährigen Jubiläum bleibt sie ein lebendiger Teil der Gemeinschaft – mit Allerheiligen als einem der besucherstärksten Tage des Jahres.