18 March 2026, 00:39

Solinger SPD startet Initiative zur Rettung bedrohter Kirchengebäude bis 2035

Eine Stadtansicht mit der Kirche der Interzession an der Nerl im Hintergrund, umgeben von Gebäuden, Bäumen, Straßeninfrastruktur, Fahrzeugen, Fußgängern und einer bewölkten Himmel.

Solinger SPD startet Initiative zur Rettung bedrohter Kirchengebäude bis 2035

Die Solinger SPD hat eine Arbeitsgruppe ins Leben gerufen, die sich mit der Zukunft örtlicher Kirchengebäude und Gemeinschaftszentren befasst. Dieser Schritt erfolgt vor dem Hintergrund der Pläne der Evangelischen Kirche, ihren Immobilienbestand bis 2035 zu halbieren. Sowohl Anwohner als auch Kirchenvertreter zeigen bereits großes Interesse an den anstehenden Diskussionen.

Das erste Treffen der SPD-Arbeitsgruppe stieß auf breite Resonanz – sowohl bei evangelischen als auch katholischen Gemeinden. Florian Pinnow, stellvertretender Fraktionsvorsitzender der SPD, betonte die wichtige Rolle der Kirchen für die Nachbarschaften, soziale Einrichtungen und kulturellen Aktivitäten. Die Gruppe will als Vermittler zwischen religiösen Institutionen und der Kommunalpolitik wirken.

Eine Informationsveranstaltung in der Stadtkirche zog zahlreiche Besucher an und unterstrich, wie sehr den Solinger Bürgern das Thema am Herzen liegt. Aktuell verwaltet die Evangelische Kirche in Solingen 13 Kirchen und 9 Gemeinschaftszentren – insgesamt 22 Immobilien. Bis 2035 soll diese Zahl auf etwa die Hälfte sinken; zentrale Weichenstellungen sind bis 2027 geplant.

Besonders betroffen sind unter anderem die Christuskirche mit ihrem Rupelrath-Gemeindezentrum, die Evangelische Kirche Mangenberg mit dem Corinthstraße-Gemeindehaus sowie die Evangelische Stadtkirche Mitte, die einer gesonderten Prüfung bedarf. Eine Synode am 14. März 2026 wird für die weitere Ausgestaltung der Pläne entscheidend sein. Die SPD hat zugesagt, den Prozess weiterhin aktiv zu begleiten.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Die Arbeitsgruppe der SPD wird die Gemeinden auch bei den anstehenden Entscheidungen unterstützen. Da zudem Fragen der Bauleitplanung und sozialer Auswirkungen geprüft werden, rechnet die Partei damit, dass das Thema die kommunalpolitische Debatte in Solingen weiterhin prägen wird. Bis 2027 sollen die finalen Beschlüsse zur Zukunft der Gebäude fallen.

AKTUALISIERUNG

SPD's Frühaufruf für Strategie zur Zukunft der Kirchen

Der Vorstoß der SPD, die Kirchen in Solingen zu erhalten, begann mit einem Aufruf im Jahr 2026 für eine einheitliche Strategie nach der Entweihung der Lutherkirche. Wichtige Punkte sind:

  • SPD-Chef Ernst Lauterjung betonte die Kirchen als wichtige soziale und kulturelle Zentren.
  • Die Partei schlug Partnerschaften mit der Gemeinschaft vor, um Gebäude umzunutzen, und führte Beispiele aus anderen Städten an.
  • Finanzielle Einschränkungen wurden anerkannt, ohne Garantien für kommunale Finanzierung.