03 April 2026, 08:03

Solinger Klinik gibt Möbel und Materialien vor dem Abriss kostenlos ab

Großes Gebäude mit Haufen von Schrottmetall, einem Verkehrskegel und einem blauen Container davor, umgeben von Pflanzen, Polen und Himmel während der Abrissarbeiten.

Solinger Klinik gibt Möbel und Materialien vor dem Abriss kostenlos ab

Gebäude G des Städtischen Klinikums Solingen wird abgerissen – doch erst nach einem zweiten Leben für seine Materialien. Am 10. und 11. Oktober öffnet das Haus für eine besondere Aktion namens "Klinik zum Mitnehmen", bei der brauchbare Gegenstände an die Öffentlichkeit abgegeben werden. Das Projekt soll beweisen, dass Prinzipien der Kreislaufwirtschaft auch im Bausektor funktionieren – und dabei Abfall sowie CO₂-Emissionen reduzieren.

Die Initiative knüpft an erfolgreiche "Mitnahme"-Projekte in Schalksmühle und Grefrath an. Dort sparten die Wiederverwendung von Materialien insgesamt rund 150 Tonnen CO₂ und 300 Tonnen Ressourcen ein. Allein in Schalksmühle wurden 2023 etwa 80 Tonnen CO₂ und 160 Tonnen Abfall vermieden, während Grefrath 2024 rund 70 Tonnen CO₂ und 140 Tonnen Material einsparte.

Vor dem Abriss lädt das Klinikum Interessierte ein, kostenlos Möbel, Türen, Kücheneinheiten und andere Einbauten mitzunehmen. Eine Spende an den Förderverein des Krankenhauses wird dabei empfohlen. Dr. Maximilian Hoor, Projektkoordinator bei der Stadtentwicklungsgesellschaft Solingen (SEG), erwartet großes Interesse an den Angeboten.

Nach der öffentlichen Aktion werden Abrissfirmen das Gebäude von Installationen und Materialien befreien, um diese weiterzuverkaufen oder zu recyceln. Ein Unternehmen hat zugesagt, den DGNB-Gold-Standard für nachhaltigen Rückbau zu erfüllen. Anschließend wird die Fassade sorgfältig demontiert, wobei zunächst Schadstoffe entfernt werden, bevor der endgültige Abriss erfolgt.

Der gesamte Prozess ist darauf ausgelegt, Materialien so lange wie möglich im Kreislauf zu halten. Die beauftragten Firmen wurden nach ihrer Fähigkeit ausgewählt, den Materialkreislauf effizient zu steuern.

Das Projekt zeigt, wie kreislauforientierte Methoden Abfall bei Großabrissen verringern können. Durch Wiederverwendung und Recycling erhofft sich das Team eine geringere Umweltbelastung – und gleichzeitig eine Einbindung der Bürgerschaft. Der Ansatz könnte Vorbild für künftige Bau- und Abrissprojekte in der Region werden.

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