07 June 2026, 08:01

Solingen trauert um Hans-Heinrich Dehl – eine Ära geht zu Ende

Former Stadtdirektor Hans-Heinrich Dehl (†88) ist verstorben

Solingen trauert um Hans-Heinrich Dehl – eine Ära geht zu Ende

Hans-Heinrich Dehl, eine prägende Persönlichkeit der Solinger Kommunalpolitik über Jahrzehnte, ist im Alter von 88 Jahren verstorben. Seine Karriere umfasste Schlüsselfunktionen in der Stadtverwaltung, die er mit Weitsicht und Führungskompetenz mitgestaltete. Kollegen und Weggefährten würdigen seinen unermüdlichen Einsatz und seine Fachkenntnis.

Der in Solingen geborene Dehl entdeckte früh sein politisches Interesse und trat den Jungdemokraten bei, bevor er in den öffentlichen Dienst wechselte. 1969 zog er als FDP-Vertreter in den Stadtrat ein. Sechs Jahre später wechselte er in die Verwaltung und übernahm das Amt des Beigeordneten mit Zuständigkeit für Rechtsangelegenheiten, öffentliche Sicherheit und Ordnung.

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Von 1976 bis 1987 wirkte er als Stadtdirektor und Stellvertreter des Oberstadtdirektors. In dieser Zeit leitete er 1981 für sechs Monate kommissarisch die gesamte Stadtverwaltung, während die Position des Oberstadtdirektors vakant war. Zu seinen Aufgaben zählten zudem die Aufsicht über das Krankenhauswesen sowie die interimistische Führung der Solinger Stadtwerke.

Nach seiner Rückkehr als Stadtdirektor von 1991 bis zu seinem Ruhestand 1995 machte sich Dehl besonders um die Modernisierung der Feuerwehr und des Katastrophenschutzes verdient. Zudem trieb er die frühe Einführung digitaler Technologien in der Kommunalverwaltung voran.

Bürgermeister Tim Kurzbach bezeichnete Dehl als einen engagierten Freund, der die Entwicklung Solingens über Generationen hinweg geprägt habe. Sein pragmatischer Führungsstil und seine administrative Expertise genossen großes Ansehen.

Mit Dehls Tod endet eine Ära der Solinger Kommunalführung. Seine Verdienste um die öffentliche Sicherheit, die digitale Innovation und das Krankenhauswesen hinterlassen bleibende Spuren in der Stadt. Die Verwaltung sprach der Familie ihr Beileid aus und ehrte sein jahrzehntelanges Wirken für das Gemeinwohl.

Quelle