Solingen sucht Lösungen für leerstehende Kirchengebäude und ihre neue Bestimmung
Sophia WeberSolingen sucht Lösungen für leerstehende Kirchengebäude und ihre neue Bestimmung
Kirchgemeinden in Solingen suchen zunehmend nach neuen Nutzungen für ihre stillgelegten Gebäude. Viele evangelische und katholische Gruppen stehen vor Herausforderungen, wenn es darum geht, diese Räumlichkeiten umzuwidmen. Nun hat sich die SPD-Fraktion im Stadtrat eingeschaltet und dringt auf stärkere kommunale Unterstützung für diese Vorhaben.
In ihrem Antrag betont die SPD die Notwendigkeit einer zentralen Anlaufstelle innerhalb der Stadtverwaltung. Dieses Koordinierungsbüro soll gemeinsam mit einer eigens eingerichteten Arbeitsgruppe die Gemeinden bei ihren Projekten begleiten. Ziel ist es, bürokratische Verzögerungen abzubauen und die Abläufe zu beschleunigen.
Oft erschweren Bauvorschriften und Denkmalschutz die Umnutzungspläne. Zwar kann die Stadt keine finanziellen Hilfen leisten, doch die SPD unterstreicht die Bedeutung praktischer Unterstützung bei der Bewältigung rechtlicher und baulicher Hürden. Ihr Antrag ruft alle parlamentarischen Fraktionen dazu auf, sich geschlossen hinter die Initiative zu stellen – ein überparteilicher Ansatz soll gefunden werden.
Die Ausstellung „Kirchen als vierte Orte“ in der Lutherkirche zeigt derzeit verschiedene Möglichkeiten auf, wie ehemalige Kirchengebäude umgestaltet werden können. Beispiele reichen von Gemeinschaftszentren über Kulturstätten bis hin zu sozialem Wohnraum. Die SPD hofft, dass diese Modelle lokale Gemeinden inspirieren und machbare Lösungen beschleunigen.
Mit ihrem Antrag strebt die SPD verbindliche Leitlinien zwischen Rat, Verwaltung und Kirchengemeinden an. Wird der Vorschlag angenommen, sollen das Koordinierungsbüro und die Arbeitsgruppe betroffenen Kirchen helfen, ihre Pläne voranzubringen. Im Mittelpunkt steht die Reduzierung von Bürokratie, damit diese historischen Gebäude eine nachhaltige neue Bestimmung finden.






