21 March 2026, 08:02

Solingen setzt auf Medienprofi Tobias Kollig für neue Kommunikationsstrategie

Ein Mann in Anzug und Krawatte steht hinter einem Rednerpult mit Mikrofon, rechts daneben eine Flagge und eine Wand im Hintergrund, er scheint eine Rede zu halten.

Solingen setzt auf Medienprofi Tobias Kollig für neue Kommunikationsstrategie

Solingen beruft Tobias Kollig zum neuen Leiter für Presse, Öffentlichkeitsarbeit und Kommunikation

Die Stadt Solingen hat den erfahrenen Journalisten Tobias Kollig zum neuen Leiter der Stabsstelle Presse, Öffentlichkeitsarbeit und Kommunikation ernannt. Der gebürtige Solinger wird das Amt im April antreten und bringt umfangreiche Medienexpertise in die Stadtverwaltung ein. Seine Berufung erfolgt zu einem entscheidenden Zeitpunkt für Solingen, das in den vergangenen Monaten mit herausfordernden öffentlichen Kommunikations- und Vertrauensfragen konfrontiert war.

Kollig blickt auf eine langjährige Karriere im Journalismus zurück – sowohl in Deutschland als auch international. Stationen seiner Laufbahn umfassen unter anderem den WDR, die RTL-Gruppe und RTL News, wo er über bedeutende Ereignisse im In- und Ausland berichtete. Darüber hinaus moderierte er große öffentliche Veranstaltungen in und um Solingen.

In seiner neuen Funktion als Kommunikationsdirektor wird Kollig den Ausbau der digitalen und sozialen Medienpräsenz der Stadt vorantreiben. Zu seinen Aufgaben gehören die Modernisierung der Informationsvermittlung an die Bürgerinnen und Bürger, die Verbesserung der internen Kommunikation sowie eine größere Transparenz. Zudem übernimmt er die Rolle des offiziellen Pressesprechers und Vertreters des Oberbürgermeisters.

Die Abteilung ist direkt dem Oberbürgermeisteramt unterstellt, was eine enge Abstimmung mit der Stadtspitze ermöglicht. Diese Struktur ist angesichts der jüngsten Schwierigkeiten Solingens im Umgang mit den Medien besonders relevant. Nach dem Messerangriff auf einem Festival am 26. Juli 2024, bei dem ein syrischer Asylbewerber drei Menschen tötete, stand die Stadt massiv in der Kritik – vor allem wegen ihrer Handhabung von Migration, Kriminalprävention und Krisenkommunikation. Nationale Debatten über Asylpolitik und Vorwürfe, Risiken verharmlost zu haben, belasteten das öffentliche Vertrauen zusätzlich.

Kolligs Amtsantritt Anfang 2026 wird als wichtiger Schritt zur Wiederherstellung des Vertrauens gewertet. Sein Fokus wird auf dem Aufbau transparenter Medienbeziehungen und der Bewältigung der anhaltenden Folgen vergangener Ereignisse liegen.

Mit Kolligs Ernennung vollzieht Solingen einen Wandel in der Kommunikation mit Öffentlichkeit und Presse. Seine journalistische Erfahrung und seine lokale Verwurzelung qualifizieren ihn, langjährige Kommunikationsdefizite anzugehen. Die Stadt erhofft sich von seiner Führung klarere, zugänglichere Informationen für die Bürgerinnen und Bürger sowie eine Stärkung des Vertrauens in die kommunalen Institutionen.

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