Solingen rutscht im Standortranking ab – was jetzt gegen den Abwärtstrend hilft
Moritz WernerSolingen rutscht im Standortranking ab – was jetzt gegen den Abwärtstrend hilft
Solingen ist im aktuellen Standortranking von Die Deutsche Wirtschaft um drei Plätze abgerutscht. Die Stadt liegt nun auf Rang 72 – ein Rückgang gegenüber Platz 69 in der vorherigen Ausgabe. Politische Verantwortliche und lokale Amtsträger stehen unter Druck, diesen Abwärtstrend umzukehren.
In der Bewertung erhielt Solingen für Infrastruktur, Arbeitsmarkt und Verwaltung 3,4 von 5 Punkten. Die Bemühungen um wirtschaftliche Entwicklung wurden mit „befriedigend“ benotet. Die Lebensqualität schnitt dagegen mit einer 1,9 deutlich besser ab und könnte ein entscheidender Pluspunkt für die Stadt sein.
Solingen beherbergt 23 der 10.000 umsatzstärksten mittelständischen Unternehmen Deutschlands und belegt damit bundesweit Platz 49. Darunter sind drei weltweite Marktführer sowie drei Betriebe aus Zukunftsbranchen. Dennoch kritisiert die FDP-Fraktion das Fehlen eines klaren Wirtschaftsmasterplans und spricht von leeren Versprechungen in der Wirtschaftspolitik.
Um dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken, gibt es Forderungen nach einem Ausbau der Kinderbetreuung und schulischen Nachmittagsangebote. Die FDP drängt zudem auf schnellere Genehmigungsverfahren im Bauwesen und die Digitalisierung von Verwaltungsprozessen, um Unternehmen zu entlasten.
Die Stadtspitze muss nun handeln, um Solingens Position in künftigen Rankings zu verbessern. Die gute Lebensqualität könnte helfen, dringend benötigte Fachkräfte anzuziehen. Im Fokus bleiben der Ausbau der Infrastruktur und eine zielgerichtete Wirtschaftsplanung, um langfristiges Wachstum zu sichern.






