Solingen kämpft mit drastischem Mangel an Gewerbeflächen und umstrittenen Entscheidungen
Moritz WernerSolingen kämpft mit drastischem Mangel an Gewerbeflächen und umstrittenen Entscheidungen
Solingen steht vor wachsendem Gewerbeflächenmangel
Die Stadt Solingen sieht sich mit einer immer größeren Knappheit an Gewerbeflächen konfrontiert. Die jüngste Entscheidung, ein potenzielles Gelände in Buschfeld als Grünfläche und Ackerland umzuwidmen, hat Kritik ausgelöst. Der Schritt droht die finanziellen und entwicklungspolitischen Herausforderungen der Stadt weiter zu verschärfen.
Aktuell fehlen in Solingen 32 Hektar Gewerbeflächen. Durch die Umwidmung von Buschfeld würde sich dieses Defizit um weitere 17 Hektar erhöhen – auf insgesamt 49 Hektar. Bürgermeister-Stellvertreter Budde traf die einseitige Entscheidung, das Gelände aus dem Flächennutzungsplan zu streichen, obwohl es für gewerbliche Zwecke genutzt werden könnte.
Die Nachhaltigkeitsstrategie der Stadt sieht vor, bis 2030 keine weiteren versiegelten Flächen auszuweisen. Die FDP wirft der Verwaltung jedoch vor, dabei die wirtschaftlichen Bedürfnisse Solingens außer Acht zu lassen. Die Partei kritisiert, die Stadt setze zu stark auf externe Fördergelder und vernachlässige eigene Einnahmequellen wie Gewerbesteuern aus betrieblichen Ansiedlungen.
Die FDP fordert Budde auf, die Entscheidung zu begründen und rückgängig zu machen. Ohne Ausgleichsmaßnahmen werde der Verlust von Buschfeld die künftige Entwicklung behindern und die Attraktivität der Stadt für neue Unternehmen schwächen. Gerade diese Betriebe seien aber notwendig, um bestehende Arbeitsplätze zu sichern und neue zu schaffen.
Die Umwidmung von Buschfeld würde den Mangel an Gewerbeflächen auf 49 Hektar verschärfen – mit möglichen Folgen für die finanzielle Stabilität und die wirtschaftliche Entwicklung Solingens. Die FDP bleibt dabei: Die Entscheidung muss neu bewertet werden.






