14 March 2026, 20:03

Siemens Mobility baut riesige Montagehalle für Regionalzüge in Duisburg

Ein großer Lagerraum mit Maschinen, Fahrzeugen auf der linken Seite, Wagen mit Gegenständen, Holzboxen und anderen Gegenständen auf der rechten Seite und Deckenbeleuchtung.

Siemens Mobility baut riesige Montagehalle für Regionalzüge in Duisburg

In Duisburg entsteht eine riesige neue Montagehalle im Logport I

Auf dem Gelände des Logport I in Duisburg nimmt eine gewaltige neue Montagehalle Gestalt an. Die 200.000 Quadratmeter große Anlage soll für Siemens Mobility nicht nur als Logistikzentrum, sondern als vollwertiger Produktionsstandort dienen. Markus Bangen, Vorstandsvorsitzender der Duisport, bezeichnet das Projekt als einen Wandel hin zur Schaffung "echten wirtschaftlichen Mehrwerts" für die Region.

Das Areal war einst Standort der berühmten Längshallen von Krupp, die bis 2023/24 fast vollständig verschwunden waren. Bereits in den frühen 2000er-Jahren blieben nur noch leere Hülsen übrig, während die angrenzenden Querhallen sanierungsbedürftig waren. Die neue Halle wird nun mit fünf internen Kransystemen ausgestattet – jedes mit einer Tragfähigkeit von zehn Tonnen – sowie zwei 223 Meter langen Gleisabschnitten und zwei 200 Meter langen Wartungsgruben.

Das aktuelle Siemens-Werk in Uerdingen stößt aufgrund großer Auftragsvolumen an seine Kapazitätsgrenzen, weshalb das Unternehmen die Regionalzug-Montage an den neuen Standort in Duisburg verlagert. Eine direkte Schienenanbindung soll die Logistik beschleunigen und umweltfreundlicher gestalten, indem Lkw-Fahrten innerhalb des Logport I reduziert werden.

Das Vorhaben stößt auf Zustimmung bei lokalen Verantwortungsträgern. Duisburgs Oberbürgermeister Sören Link sieht darin einen positiven Schritt für die Stadt. Bei voller Auslastung könnte die Anlage langfristig bis zu 1.200 Arbeitsplätze schaffen – für die Produktion von Regionalzügen und Straßenbahnen. Während frühere Duisport-Projekte wie die "Tiger & Turtle"-Rollercoaster-Achterbahn oder die Mercatorinsel kontrovers diskutiert wurden, zielt diese Initiative auf konkrete industrielle Vorteile ab.

Die Montagehalle markiert einen Bruch mit Duisburgs früherer Abhängigkeit von veralteten Logistikmodellen. Getrieben vom Produktionsbedarf von Siemens Mobility entwickelt sich das Gelände zu einem zentralen Industrieknotenpunkt. Effiziente Schienenverbindungen und erweiterte Kapazitäten sollen zudem den Straßenverkehr in der Region entlasten.

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