Sie sitzt im Rollstuhl - aber steht auf den Händen

Sie sitzt im Rollstuhl - aber steht auf den Händen - Sie sitzt im Rollstuhl - aber steht auf den Händen
Sie sitzt im Rollstuhl – doch sie steht auf den Händen
Sie sitzt im Rollstuhl – doch sie steht auf den Händen
Sie sitzt im Rollstuhl – doch sie steht auf den Händen
Silke Pan, eine ehemalige Trapezkünstlerin, die seit einem Unfall 2007 von der Taille abwärts gelähmt ist, kehrt als Handbalance-Akrobatin in die Manege zurück. Mit einer Aluminiumstange und Holzklötzen als Stütze meistert sie heute atemberaubende Handstände – trotz dessen, was sie selbst als „einen halben toten Körper“ bezeichnet. Ihr Weg von der Verletzung zur Neuorientierung führt sie zurück ins Rampenlicht, diesmal mit dem Circus Flic Flac in Dortmund.
13 Jahre lang arbeitete Pan als professionelle Akrobatin, bis ihr Leben sich 2007 schlagartig änderte. Ein Trapezunfall durchtrennte ihr Rückenmark, ließ sie gelähmt zurück und zwang sie, den Zirkus zu verlassen. Jahre lang widmete sie sich dem Parasport und feierte Erfolge im Handcycling: Sie gewann einen Europameistertitel, wurde Vize-Weltmeisterin und stellte einen Marathon-Weltrekord auf.
Ihre Rückkehr zur Akrobatik begann während der Corona-Pandemie. Zu Hause experimentierend, befestigte sie ein Snowboard an ihrem Unterkörper, um Stabilität zu finden – und schaffte so ihren ersten Handstand nach der Verletzung. Dieser Durchbruch entfachte ihre Leidenschaft neu. Heute fixiert sie ihre Füße an einer Stange, stützt ihre Beine mit einer Aluminiumstange ab und hebt ihren gesamten Körper in präzise Balancen. Tatjana Kastein, Direktorin der Dortmunder Weihnachtsshow des Circus Flic Flac, verpflichtete Pan für die anstehende Weihnachtsaison. Vom 11. Dezember 2025 bis zum 11. Januar 2026 wird die Show ihre einzigartige Nummer präsentieren. Pan beschreibt den Zirkus als den Ort, an dem sie sich endlich wieder „ganz“ fühlt – wo ihre Beine, obwohl gelähmt, wieder zu ihr gehören.
Pans Auftritte fordern die Vorstellungskraft darüber heraus, was im Kunstturnen mit Behinderung möglich ist. Durch die Kombination von Hilfsmitteln und purer Kraft hat sie ihre Karriere neu definiert. Die bevorstehende Weihnachtsvorstellung in Dortmund markiert einen weiteren Meilenstein in ihrer außergewöhnlichen Rückkehr in die Manege.