Seniorenrat warnt vor digitaler Ausgrenzung und explodierenden Nahverkehrskosten
Charlotte WagnerSeniorenrat warnt vor digitaler Ausgrenzung und explodierenden Nahverkehrskosten
Der Seniorenrat hat dringende Bedenken wegen steigender Kosten im öffentlichen Nahverkehr und der Umstellung auf rein digitale Ticketlösungen geäußert. Die Organisation warnt, dass aktuelle Preiserhöhungen und Pläne für digitale Systeme ältere Bürgerinnen und Bürger in ihrer Mobilität stark einschränken könnten. Die Gruppe wehrt sich nun gegen Veränderungen, die Menschen ohne Smartphone oder Internetzugang den Zugang erschweren würden.
In einer kürzlichen Stellungnahme betonte der Rat die finanzielle Belastung für ältere Menschen. Viele kämpften bereits mit stark gestiegenen Lebenshaltungskosten, weitere Fahrpreiserhöhungen würden Reisen noch unerschwinglicher machen. Besonders kritisiert wurden die überproportionalen Preisanstiege bei Fahrten über Gemeindegrenzen hinweg, die als ungerechtfertigt bezeichnet wurden.
Zudem übt der Seniorenrat scharfe Kritik an den Plänen, den Ticketverkauf komplett auf digitale Lösungen umzustellen. Ein rein digitales System, so die Argumentation, würde die Lebensqualität von Senioren mindern, die auf traditionelle Zahlungsmethoden angewiesen sind. Der Rat unterstrich, dass der öffentliche Nahverkehr für alle zugänglich bleiben müsse – unabhängig von technischen Fähigkeiten oder Internetzugang.
Zur Untermauerung ihrer Position verwies die Organisation auf einen Beschluss vom 19. November 2025, der sozial gerechte und transparente Tarife im gesamten VRR-Netz forderte. Nun fordert der Seniorenrat die VRR-Verantwortlichen und Tarifpartner auf, geplante Preiserhöhungen zu stoppen oder grundlegend zu überarbeiten. Die Forderung ist klar: Der Nahverkehr muss für alle bezahlbar und zugänglich bleiben.
Der Rat kündigte an, sich weiterhin für barrierefreien und sozial gerechten öffentlichen Nahverkehr einzusetzen. Ziel sei es, sicherzustellen, dass niemand bei der Modernisierung der Dienstleistungen abgehängt werde. Im Fokus stehe der Schutz älterer Bürger vor steigenden Kosten und digitaler Ausgrenzung.






