Schwere Arbeitsrechtsverstöße auf Bielefelder Schulbaustelle entdeckt
Bei einer Routinekontrolle auf einer Baustelle einer Bielefelder Schule sind zahlreiche Verstöße gegen Arbeitsrecht aufgedeckt worden. Beamte der Finanzkontrolle Schwarzarbeit (FKS) führten die Überprüfungen am 1. Oktober 2025 durch. Die Ergebnisse wurden nun zur weiteren rechtlichen Verfolgung an die zuständigen Stellen übergeben.
Rund 40 FKS-Mitarbeiter aus Bielefeld und Herford besuchten die Baustelle der Martin-Niemöller-Gesamtschule im Stadtteil Schildesche. Sie befragten 58 Beschäftigte zu ihren Arbeitsbedingungen und prüften Unterlagen von 13 verschiedenen Unternehmen.
Die Kontrolle förderte 37 Verdachtsfälle von Rechtsverstößen zutage. Die meisten betrafen nicht gemeldete Beschäftigungsverhältnisse bei den Sozialversicherungsträgern. Jeweils drei Fälle bezogen sich auf die Unterschreitung des Mindestlohns sowie auf Sozialleistungsbetrug.
Da die betroffenen Unternehmen nicht in den Zuständigkeitsbereich des Hauptzollamts Bielefeld fallen, wurden die weiteren Ermittlungen an die jeweils zuständigen Regionalzollämter übergeben. Diese werden die einzelnen Fälle nun gesondert bearbeiten.
Die Kontrollergebnisse zeigen erhebliche Compliance-Mängel bei dem Bauprojekt auf. Gegen die 13 beteiligten Firmen werden rechtliche Schritte eingeleitet. Nähere Angaben zu den Unternehmen oder ihren Standorten wurden nicht gemacht.






