Rhein-Derby endet im Eklat: Fanproteste und 2:0-Niederlage für den 1. FC Köln

Admin User
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Ein Fußballspiel im Gange mit sechs Spielern auf dem Feld, drei Fußballen sichtbar, zahlreichen Zuschauern in Regenmänteln mit Schirmen und mehreren Kameraleuten, die das Ereignis aufnehmen.

Rhein-Derby endet im Eklat: Fanproteste und 2:0-Niederlage für den 1. FC Köln

Kölner Derby-Tag zum Vergessen

Marvin Schwäbe schüttelte den Kopf. Unruhe beim 1. FC Köln nach einem Derby-Tag zum Vergessen? „Nein!“, sagte der Torhüter entschlossen – fünf Bundesliga-Spiele in Folge ohne Sieg bereiten dem Kapitän noch keine Sorgen. Stattdessen machte sich Schwäbe mehr Gedanken über die Situation einiger Kölner Fans, die aus Protest ihrem Team bei der verdienten 0:2-Niederlage (0:0) bei Bayer Leverkusen fernblieben.

Bayer Leverkusen siegt 2:0 im Derby – Fanproteste überschatten das Spiel

Bayer Leverkusen setzte sich mit einem 2:0-Sieg im Rhein-Derby gegen den 1. FC Köln durch, doch der Abend stand im Schatten von Fanprotesten. Ein Boykott Kölner Anhänger ließ den Gästeblock leer – aus Wut über Polizeimaßnahmen. Auf dem Platz sorgte der spektakuläre „Skorpion-Kick“ von Martin Terrier für den Höhepunkt.

Die Probleme begannen bereits vor Anpfiff: Eine große Gruppe Kölner Fans verzichtete auf den Stadionbesuch. Auslöser war ein Vorfall, bei dem ein Anhänger an einem Kölner Bahnhof nach Angaben von Augenzeugen besonders gründlich von der Polizei durchsucht worden sein soll. Die Behörden wiesen Vorwürfe einer entwürdigenden Kontrolle zurück, doch die Empörung war groß. Aus Solidarität verließen auch Leverkusener Ultra-Fans kurz nach Spielbeginn ihren Block – die Stimmung im Stadion war gedämpft.

Auf dem Rasen dominierte Leverkusen von Anfang an. Terriers akrobatisches Tor – der Franzose köpfte den Ball mit der Ferse ins Netz – brachte die Werkself in der 25. Minute in Führung. Vor der Pause erhöhten die Hausherren auf 2:0 und sicherten sich einen souveränen Sieg.

Für den 1. FC Köln hingegen geht die Krise weiter: Seit November wartet das Team auf einen Sieg, die Serie ohne Dreier liegt nun bei fünf Spielen. Mit nur fünf Punkten Vorsprung auf die Abstiegsränge wird die Lage eng. Kapitän Schwäbe wiegelte ab und betonte, die Mannschaft bleibe konzentriert. Sportdirektor Thomas Kessler und Trainer Lukas Kwasniok kritisierten den Fan-Boykott dagegen als „trauriges Zeichen für den Fußball“. Nun richtet sich der Blick auf das letzte Spiel des Jahres – ein Heimspiel gegen Union Berlin, bei dem dringend Punkte her müssen.

Während Leverkusen mit dem Derby-Sieg seine starke Form unterstreicht, wächst der Druck auf den FC. Die Fanproteste setzten dem ohnehin angespannten Duell eine zusätzliche Brisanz auf. Auf dem Platz muss Köln nun die Kurve kriegen – bevor es im entscheidenden Spiel gegen Union Berlin um alles geht.