Revolutionäres SmartWin-Projekt: Fenster, die Energie sparen und Klima schützen
Charlotte WagnerRevolutionäres SmartWin-Projekt: Fenster, die Energie sparen und Klima schützen
Ein neues Projekt soll die Fenstertechnologie revolutionieren: Intelligentes Glas, das Licht und Wärme nach Bedarf reguliert
Unter dem Namen SmartWin entsteht eine bahnbrechende Lösung, die den Energieverbrauch in Gebäuden senken und gleichzeitig eine praktische Alternative zu herkömmlichen Sonnenschutzsystemen bieten soll. Bei jährlich 15,5 Millionen verbauten Fenstern allein in Deutschland ist das Potenzial enorm.
Das SmartWin-Projekt vereint das Know-how von SIONIC Smart Glass GmbH, FITT, ALU-CON Fenster- und Fassadenkonstruktionen GmbH sowie dem Zentrum für Angewandte Energieforschung (CAE). Ziel ist die Entwicklung intelligenter Fenster und Glasfassaden, die sich dynamisch an wechselnde Bedingungen anpassen. Anders als frühere Ansätze für schaltbare Verglasungen setzt das Vorhaben auf bezahlbare Lösungen – ermöglicht durch skalierbare Produktionsmethoden, darunter ein Roll-to-Roll-Fertigungsverfahren.
Gebäude verbrauchen derzeit fast 40 Prozent der Gesamtenergie, ein Großteil davon für Heizung, Kühlung und Beleuchtung – besonders in Konstruktionen mit großen Glasflächen. Herkömmliche Lösungen wie Jalousien oder feste Sonnenschutzsysteme sind oft weder effizient noch benutzerfreundlich. Die SmartWin-Technologie soll hier Abhilfe schaffen, indem sie Licht und Wärme automatisch reguliert und so den Bedarf an künstlicher Klimatisierung verringert.
Gefördert wird das Projekt vom Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz im Rahmen des Zentralen Innovationsprogramms Mittelstand (ZIM). Bei Erfolg könnte die Technologie nicht nur Energiekosten senken, sondern auch die Treibhausgasemissionen in Wohn-, Gewerbe- und öffentlichen Gebäuden reduzieren.
Die Verbreitung intelligenter Fenster könnte die Energieeffizienz von Gebäuden grundlegend verändern. Durch den Ersatz veralteter Sonnenschutzsysteme mit adaptivem Glas bietet die Technologie eine sauberere und effizientere Lösung. Gelingt das Vorhaben, könnte dies auch den Weg für eine breitere Markteinführung in Deutschlands riesigem Fenstermarkt ebnen.






