07 May 2026, 20:02

Refrather Verkehrsausschuss streicht Radwege und erweitert Lkw-Zufahrt trotz Personalmangel

Gebäude säumen eine Straße, auf der wenige Menschen Fahrrad fahren.

Refrather Verkehrsausschuss streicht Radwege und erweitert Lkw-Zufahrt trotz Personalmangel

Verkehrsausschuss von Refrath prüft große Straßenprojekte – Radwegeausbau gestrichen, Lkw-Zufahrt erweitert

Der Verkehrs- und Mobilitätsausschuss von Refrath hat in seiner jüngsten Sitzung mehrere bedeutende Straßenbauvorhaben beraten. Zu den zentralen Beschlüssen zählen Änderungen bei der Lkw-Zufahrt auf der Straße „Auf der Kaule“ sowie die Streichung einer geplanten Fahrradspur auf dem Hasenweg. Zudem billigte das Gremium ein neues Maßnahmenprogramm für 2026, dessen Umsetzung jedoch durch Personalmangel verzögert werden könnte.

Um die Befahrbarkeit für Lastwagen zu verbessern, schlug der Ausschuss vor, „Auf der Kaule“ um zwei Meter zu verbreitern – auf Kosten des angrenzenden Waldgebiets. Zudem wurde die Aufhebung der bisherigen Einbahnstraßenregelung beschlossen. Der geplante Radweg auf dem Hasenweg hingegen wurde nach einem Urteil des Kölner Verwaltungsgerichts gestrichen, das unzureichende Verkehrsuntersuchungen als Begründung nannte. Die bisherigen provisorischen Regelungen sollen nun rückgängig gemacht werden.

Für die Buchholzstraße entschied sich der Ausschuss für Variante 1, die den bestehenden Verkehrsverlauf beibehält. Allerdings müssen nun auf beiden Seiten der Paffrather Straße zwischen Reuterstraße und Stationsstraße geschützte Radspuren eingerichtet werden.

Das Maßnahmenprogramm 2026–2028 wurde zwar verabschiedet, doch nur die Pläne für 2026 wurden detailliert diskutiert. Die Sanierung der Leverkuser Straße ist für 2027 vorgesehen, wobei RheinNetz in der ersten Jahreshälfte eine Wassertransportleitung erneuern soll. Aufgrund massiver Personalknappheit bleibt die Umsetzung dieser Projekte jedoch ungewiss. Die Abteilung für statisches Verkehrsmanagement verfügt derzeit nur über eine Mitarbeiterin, die sich im Urlaub befindet – es stehen somit keine Kapazitäten für die Bauüberwachung zur Verfügung.

Die Beschlüsse des Ausschusses werden die wichtigsten Verkehrsachsen in Refrath prägen, doch sind Verzögerungen aufgrund der personellen Engpässe wahrscheinlich. Das genehmigte Programm für 2026 markiert den Start der geplanten Aufwertungen, doch hängt die Umsetzung davon ab, die aktuellen Ressourcenprobleme zu lösen. Während der Radwegeausbau an der Paffrather Straße voranschreitet, stehen andere Vorhaben vor ungewisser Zukunft.

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