Reaktivierung der Bahnstrecke Bocholt–Münster: Ökologie trifft auf schnelle Anbindung

Admin User
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Ein Zug auf den Schienen mit Strommasten und Kabeln, umgeben von Bäumen, Blumen, Pflanzen und Gras.

Reaktivierung der Bahnstrecke Bocholt–Münster: Ökologie trifft auf schnelle Anbindung

Die Pläne zur Reaktivierung der stillgelegten Bahnstrecke Bocholt–Münster gewinnen an Fahrt – Befürworter drängen auf zügige Umsetzung. Der Verkehrsverbund Westfalen-Lippe (VWL) wird aufgefordert, die Planung zu beschleunigen, da das Vorhaben sowohl ökologische Vorteile als auch eine bessere Anbindung des ländlichen Raums verspricht.

Die Kosten des Projekts könnten laut aktuellen Schätzungen niedriger ausfallen als zunächst angenommen, zudem könnten die Züge schneller verkehren als bisher prognostiziert. Unterstützer verweisen auf das Potenzial für einen Stundentakt oder sogar einen Halbstundentakt mit voraussichtlich rund 7.000 Fahrgästen pro Tag.

Verkehrsplaner stufen die Strecke nach Münster mittlerweile als wirtschaftlich tragfähig ein – entgegen früherer Studien. Die Linie könnte wichtige Städte wie Bocholt, Borken, Coesfeld und Münster verbinden und die Anbindung an das Ruhrgebiet verbessern. Geplant ist der Einsatz von Batteriezügen, wobei nur eine Teil-Elektrifizierung vorgesehen ist.

Trotz Konkurrenz durch andere Infrastrukturprojekte und knapper Haushalte gilt die Wiederinbetriebnahme der Strecke Bocholt–Münster als vielversprechendes Vorhaben. Angesichts der ökologischen Vorteile und der gestärkten ländlichen Mobilität liegt es nahe, dass der Verkehrsverbund Westfalen-Lippe die Planung vorantreibt.