13 March 2026, 18:03

Ramadan-Streit an NRW-Schule: Wenn Fasten und Pausenbrot aufeinandertreffen

Eine Gruppe von Menschen steht vor einer Menge, einige klatschen, in einem Raum mit Stühlen, Tischen, Luftballons, Vorhängen und Deckenleuchten, feiernd die Eröffnung einer neuen Schule.

Ramadan-Streit an NRW-Schule: Wenn Fasten und Pausenbrot aufeinandertreffen

Ein Streit unter Zehnjährigen über das Fasten während des Ramadan hat an einer Gesamtschule in Nordrhein-Westfalen für Aufsehen gesorgt. Die Auseinandersetzung zwischen muslimischen Schülerinnen und Schülern, die den Fastenmonat einhalten, und ihren Mitschülerinnen und Mitschülern, die nicht fasten, führte zu Diskussionen über das Essen während der Schulzeit. Medienberichte deuteten den Vorfall inzwischen als Teil einer größeren kulturellen Debatte.

Der Konflikt begann, als fastende Kinder andere angeblich baten, in ihrer Gegenwart nicht zu essen. Einige Schüler behaupteten, sie seien aufgefordert worden, heimlich Snacks zu sich zu nehmen, um niemanden zu verletzen. Die Schule reagierte mit einer Klassenratssitzung, um die Meinungsverschiedenheiten zu klären.

Die Bezirksregierung Düsseldorf stellte später klar, dass es keine Vorschriften gebe, die nicht-fastende Schülerinnen und Schüler verpflichten, ihr Essen zu verstecken. Behördenvertreter bezeichneten die Situation als typischen Kinderstreit und nicht als politisches Problem. Dennoch titelte die Bild-Zeitung, die Schule habe Einschränkungen erlassen und rudere nun zurück.

Bisher gibt es keine offizielle Stellungnahme der Schulbehörde oder des Schulamts Kleve zur Medienberichterstattung. Die Schule selbst kündigte an, weitere Gespräche mit Schülerinnen und Schülern, Eltern sowie dem Lehrpersonal zu führen, um die Kommunikation zu verbessern.

Die Schule strebt eine Lösung des Konflikts durch Dialog mit allen Beteiligten an. Die zuständigen Stellen betonen, dass keine offiziellen Richtlinien verletzt wurden und keine disziplinarischen Maßnahmen ergriffen wurden. Im Mittelpunkt stehe weiterhin die Aufklärung von Missverständnissen und die Schaffung eines ruhigen Umfelds für die Schülerinnen und Schüler.

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