Petrit Halilaj gewinnt Nasher-Preis und setzt Zeichen für die Kunst des Kosovo

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Ein abstraktes Gemälde mit leuchtenden Farben und geometrischen Formen.

Petrit Halilaj gewinnt Nasher-Preis und setzt Zeichen für die Kunst des Kosovo

Kosovarischer Künstler gewinnt Nasher-Preis, eine der bedeutendsten Auszeichnungen für Bildhauerei

Teaser: Petrit Halilaj, dessen Kunst die Unschuld der Kindheit mit den ernüchternden Realitäten des Krieges kontrastiert, ist der jüngste Preisträger der renommierten Auszeichnung.

2. Oktober 2025

Der kosovarische Künstler Petrit Halilaj ist als Gewinner des Nasher-Preises 2027 bekannt gegeben worden. Mit nur 39 Jahren ist er der jüngste Empfänger dieser prestigeträchtigen Auszeichnung, die bahnbrechende Leistungen in der Bildhauerei würdigt. Seine Werke setzen sich häufig mit Themen wie Kindheit, Erinnerung und den langfristigen Folgen von Konflikten auseinander.

Der Nasher-Preis, der 2015 ins Leben gerufen wurde, wird alle zwei Jahre verliehen, um den Preisträgern Zeit für eine vertiefte Zusammenarbeit mit dem Nasher Sculpture Center zu ermöglichen. Frühere Preisträger kamen aus aller Welt, was den Ruf des Preises als eine der höchsten Ehrungen der Kunstszene festigt.

Halilajs Kunst stellt oft die Unschuld der Jugend den harten Realitäten des Krieges gegenüber. Seine eigene Kindheit im Kosovo während des Konflikts der 1990er-Jahre prägt sein Schaffen maßgeblich. Eines seiner jüngsten Werke umfasst Bronzeskulpturen, die auf Kritzeleien von Schülern an Schultischen basieren und 2024 im Metropolitan Museum of Art ausgestellt wurden.

2023 führte er Syrigana auf, eine interdisziplinäre Oper im Kosovo, die zwar Ziel eines Brandanschlags wurde, später aber neu inszeniert werden konnte. Der Vorfall unterstrich die Herausforderungen des kulturellen Erhalts in Nachkriegsregionen. Halilaj kündigte nun an, das Preisgeld in Höhe von 100.000 US-Dollar für die Hajde! Foundation zu verwenden, eine Organisation, die die Künste im Kosovo fördert. Die Stiftung restauriert derzeit ein Kunstzentrum in seiner Heimatstadt Runik.

Die Jury des Nasher-Preises lobte Halilajs Fähigkeit, persönliche und kollektive Erinnerungen in kraftvolle skulpturale Erlebnisse zu verwandeln. Seine Werke verbinden oft fragile Materialien mit monumentalen Formen und schaffen so Stücke, die zugleich intim und weiträumig wirken.

Die offizielle Verleihung des Preises 2027 findet in einer Zeremonie im Nasher Sculpture Center in Dallas statt. Halilajs Auszeichnung lenkt die Aufmerksamkeit erneut auf die zeitgenössische Kunstszene des Kosovo und deren anhaltende Bewältigung vergangener Konflikte. Das Preisgeld wird direkt in die Kunstbildung und Infrastruktur seines Heimatlandes fließen.