Petition gegen Hochgeschwindigkeitsbahnlinie sammelt 38.000 Unterschriften, während Bohrungen 230 Meter erreichen

Petition gegen Hochgeschwindigkeitsbahnlinie sammelt 38.000 Unterschriften, während Bohrungen 230 Meter erreichen
Im Streit um die geplante Hochgeschwindigkeitsstrecke zwischen Hannover und Bielefeld ist ein wichtiger Meilenstein erreicht worden: Eine Petition, die sich für mehr Bürgerbeteiligung sowie besseren Schutz für Gemeinden, Dörfer und Unternehmen in Porta Westfalica einsetzt, hat mit über 38.000 Unterschriften das notwendige Quorum überschritten. Sie wurde in Berlin gemeinsam mit mehreren Bundestagsabgeordneten eingereicht, die sich gegen den Neubau der Strecke aussprechen und stattdessen für einen Ausbau der bestehenden Schieneninfrastruktur plädieren. Derweil laufen die Bohrungen zur Erforschung der geologischen Verhältnisse entlang der geplanten Trasse auf Hochtouren. Wie die Deutsche Bahn mitteilte, wurde bis zum 5. November 2025 das tiefste Bohrloch des Projekts niedergebracht – es reicht 230 Meter tief in das Weserbergland bei Porta Westfalica hinein. Seit Anfang September wurden insgesamt sechs Bohrungen durchgeführt. An ausgewählten Standorten sollen zudem langfristige Messstellen eingerichtet werden, um die Grundwasserstände über die kommenden Jahre zu überwachen. Die Bohrarbeiten sollen bis Ende 2025 abgeschlossen sein, die finalen Ergebnisse werden für Anfang 2026 erwartet. Diese Daten werden die weitere Planung maßgeblich beeinflussen und könnten im Falle unerwartet instabiler Gesteinsverhältnisse sogar zu einer Neubewertung der vorgeschlagenen Trassenvarianten führen. Parallel dazu wurde eine weitere Petition mit über 30.000 Unterstützern beim Petitionsausschuss des Bundestags eingereicht, um sicherzustellen, dass die Bedenken der Bevölkerung auf Bundesebene Gehör finden. Mit einer Tiefe von 230 Metern markiert die bisher tiefste Bohrung einen vorläufigen Höhepunkt der Erkundungen. Die Ergebnisse, die für Anfang 2026 erwartet werden, könnten weitreichende Folgen für die geplante Streckenführung haben. Die öffentliche Skepsis bleibt groß: Mehr als 38.000 Menschen haben eine Petition unterzeichnet, die mehr Mitsprache und stärkeren Schutz für die betroffenen Regionen fordert. Die Unterschriften wurden gemeinsam mit Bundestagsabgeordneten überreicht, die den Neubau ablehnen und stattdessen den Ausbau der bestehenden Bahninfrastruktur bevorzugen.