02 May 2026, 04:02

NRWs Bombenentschärfer räumen jährlich Tausende Kriegsrelikte aus dem Boden

Männer in Helmen und Handschuhen zerlegen eine große Bombe in einer Fabrik mit Maschinen und einer textbedeckten Wand im Hintergrund.

NRWs Bombenentschärfer räumen jährlich Tausende Kriegsrelikte aus dem Boden

Nordrhein-Westfalens Kampfmittelbeseitigungsdienst (KBD) entschärft Jahr für Jahr Hunderte gefährliche Altlasten

Das Team, das zum Landeskriminalamt (LKA) gehört, ist spezialisiert auf die Entschärfung von Kriegsbomben und anderen Sprengkörpern. Allein 2024 räumten die Experten über 7.000 Fundstücke – darunter mehr als 1.600 noch immer im Boden verteilte Bomben – sicher weg.

Seit seiner Gründung 1981 besteht der KBD aus 15 hochqualifizierten Fachleuten. Ihre Hauptaufgabe ist die präventive Räumung vor Baubeginn, um zu verhindern, dass blindgegangerene Munition zur Gefahr wird. Jährlich führt die Einheit rund 800 Einsätze durch, bei etwa 300 davon handelt es sich um die Entschärfung scharfer Bomben.

Andreas Otte, einer der USBV-Spezialisten (Experte für unkonventionelle Spreng- und Brandvorrichtungen) des Teams, setzt bei jedem Einsatz auf Präzision und absolute Konzentration. Sein Schutzanzug wiegt rund 40 Kilogramm und benötigt 15 Minuten Anziehzeit – mit Hilfe. Die Ausrüstung kostet allein über 60.000 Euro und spiegelt die hohen Risiken der Arbeit wider.

Bei besonders riskanten Missionen kommt modernste Technik zum Einsatz: ferngesteuerte Roboter, jeder rund 300 Kilogramm schwer, ermöglichen es den Fachleuten, Bedrohungen aus sicherer Distanz unschädlich zu machen.

Die Arbeit des KBD bleibt unverzichtbar, denn noch immer tauchen Kriegsrelikte auf. Mit Tausenden entschärften Fundstücken pro Jahr schützen die Experten Gemeinden und Baustellen vor Gefahren. Durch die Kombination aus erfahrenem Personal und Hochtechnologie sorgt das Team dafür, dass die tödlichen Hinterlassenschaften sicher beseitigt werden.

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