NRW streicht überraschend beliebte Wohneigentumsförderung für Familien in Solingen
Theo BauerNRW streicht überraschend beliebte Wohneigentumsförderung für Familien in Solingen
Die Landesregierung von Nordrhein-Westfalen hat ein beliebtes Förderprogramm für Wohneigentum überraschend eingestellt. Die Entscheidung sorgt bei Bürgern für Verärgerung und löst politische Kritik aus. Seit 2022 hatte das Programm Hunderten Familien in Solingen mit finanzieller Unterstützung beim Hauskauf geholfen.
Das „NRW-Wohneigentumsprogramm“ war 2022 von der Freien Demokratischen Partei (FDP) in ihrer Regierungszeit eingeführt worden. Es bot Käufern bis zu 10.000 Euro für den Erwerb eines selbstgenutzten Hauses oder einer Wohnung. Allein in Solingen profitierten 419 Haushalte davon – im Schnitt erhielten sie jeweils 6.895 Euro, was einer Gesamtfördersumme von 2.889.156 Euro entspricht.
Die aktuelle Landesregierung unter Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) setzte das Programm nun ohne Vorwarnung aus. CDU-Abgeordnete im Landtag sehen sich mit massiver Kritik konfrontiert; die Entscheidung wird als gebrochene Wahlversprechen gewertet. Jürgen Albermann, Fraktionsvorsitzender der FDP, fordert ein Ende dessen, was er als „Angriff der Koalition auf das Wohneigentum“ bezeichnet.
Die plötzliche Streichung der Förderung ist Teil einer Reihe von Maßnahmen der schwarz-grünen Koalition, die den Kauf, Bau und das Wohnen in NRW für die Bürger zunehmend erschweren und verteuern.
Die Abschaffung des Programms hinterlässt in Nordrhein-Westfalen viele enttäuschte Bürger, denen damit eine wichtige finanzielle Starthilfe für den Immobilienerwerb genommen wird. Die politische Debatte um die Wohnungsbaupolitik der Koalition gewinnt derweil weiter an Fahrt.






