NRW-Bildungsministerin will Handyverbot für Grundschüler durchsetzen
Sophia WeberNRW-Bildungsministerin will Handyverbot für Grundschüler durchsetzen
Nordrhein-Westfalens Bildungsministerin Dorothee Feller fordert strengere Regeln für die Nutzung von Handys in Schulen. Während sie für Grundschüler ein vollständiges Verbot befürwortet, spricht sie sich in der weiterführenden Bildung für einen kontrollierten Umgang aus. Ihre Vorschläge betonen zudem die Notwendigkeit einer besseren Medienkompetenz, um Risiken wie Cyber-Grooming zu begegnen.
Feller argumentiert, dass Handys für Grundschulkinder während der Schulzeit komplett verboten werden sollten. Für ältere Schüler an weiterführenden Schulen schlägt sie hingegen flexiblere Regelungen vor. Lehrkräfte sollten die Nutzung begleiten, um sicherzustellen, dass sie zielgerichtet und lehrreich bleibt.
Sie unterstreicht, dass Themen wie Handygebrauch, Kinderschutz und soziale Medien nicht allein die Schulen betreffen. Die gesamte Gesellschaft müsse sich diesen Herausforderungen stellen. Ein zentrales Anliegen ist es, Kindern beizubringen, wie sie sich vor Online-Gefahren – etwa durch Grooming – schützen können.
Die Ministerin verwies zudem auf das Zeitmanagement als wichtigen Aspekt ihres Ansatzes. Ein durchschnittlicher Schüler in NRW verbringe zwar nur 28 Stunden pro Woche in der Schule, sei aber 110 Stunden wach. Diese Diskrepanz zeige, dass Schulen die Probleme nicht allein lösen könnten, so Feller.
Ihre Pläne sehen vor, die Handyregeln zwischen Grund- und weiterführenden Schulen zu differenzieren: Während für Grundschüler ein generelles Verbot gelten soll, dürfen ältere Schüler die Geräte unter Aufsicht der Lehrkräfte nutzen. Zudem wird die Stärkung der Medienkompetenz betont, um Kinder im Netz besser zu schützen.






