Mysterium um Tod eines Obdachlosen: Prozess in Neuss geht trotz Suiziden weiter

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Eine Buchseite mit drei Totenkopf-Illustrationen und begleitendem Text.

Tod eines Obdachlosen - Angeklagter bestreitet Vorwürfe - Mysterium um Tod eines Obdachlosen: Prozess in Neuss geht trotz Suiziden weiter

Prozess um Tod eines 56-jährigen Obdachlosen in Neuss geht trotz Suizid zweier Schlüsselfiguren weiter

Trotz des Suizids eines wichtigen Zeugen und des mutmaßlichen Mittäters wird das Verfahren um den Tod eines 56-jährigen obdachlosen Mannes in Neuss fortgesetzt. Der Angeklagte, ein 46-jähriger ukrainischer Staatsbürger, bestreitet jede Beteiligung an der Tat.

Der Prozess, der ursprünglich gegen den Angeklagten und einen 39-jährigen Mann als Mitangeklagten geführt werden sollte, wurde durch den Tod beider Männer erschwert. Beide nahmen sich während der Untersuchungshaft das Leben, sodass der 46-Jährige nun als einziger Beschuldigter übrig bleibt.

Der Angeklagte sagte aus, er habe dem Opfer nach einer Auseinandersetzung geholfen und es zurück zu dessen Zelt gebracht. Eine Beteiligung am Tod des Mannes weist er von sich und macht stattdessen einen Streit um Zeltstandorte verantwortlich. Laut seiner Schilderung habe das Opfer schwere Gesichts- und Kopfverletzungen erlitten, nachdem es mehrmals in der Nähe des Rheinufers gestürzt sei. Die Anklage hingegen wirft dem 39-Jährigen vor, das Opfer als Erster angegriffen zu haben, während sich der jetzige Angeklagte beteiligt und das Opfer brutal zusammengeschlagen habe. Der Prozess soll mit fünf weiteren Verhandlungsterminen bis Mitte Dezember fortgeführt werden.

Trotz des Verlusts zentraler Zeugen wird das Verfahren gegen den einzigen verbliebenen Angeklagten weitergeführt. Dieser beteuert weiterhin seine Unschuld, während die Staatsanwaltschaft von einem gemeinsamen Angriff als Todesursache ausgeht.