07 June 2026, 04:02

Mönchengladbachs Wohnungsbauboom trotzt dem NRW-Trend mit Rekordzahlen 2025

Bau von Wohnungen in NRW sinkt    Moenchengladbach baut mehr Apartments

Mönchengladbachs Wohnungsbauboom trotzt dem NRW-Trend mit Rekordzahlen 2025

Mönchengladbach verzeichnet einen deutlichen Anstieg im Wohnungsbau und setzt damit einen Gegentrend zum übrigen Nordrhein-Westfalen. Während das Bundesland die niedrigste Zahl an Neubauten seit 14 Jahren meldete, vollendete die Stadt im Jahr 2025 fast dreimal so viele Wohneinheiten wie noch 2024. Verantwortliche führen den Erfolg auf gezielte Investitionen und langfristige Planung zurück.

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2025 wurden in Mönchengladbach 758 neue Wohnungen fertiggestellt – ein beträchtlicher Anstieg im Vergleich zum Vorjahr. Die Bauquote der Stadt lag bei 28,4 Wohnungen pro 10.000 Einwohner und platzierte sie damit auf Platz drei unter den kreisfreien Städten, ganze 43 Prozent über dem Landesdurchschnitt. Dieser Aufschwung folgt auf eine Initiative aus dem Jahr 2023, bei der der Stadtrat rund 43 Millionen Euro in die städtische Wohnungsbaugesellschaft WohnBau investierte.

Die Genehmigungen für Wohngebäude stiegen 2025 um 73,6 Prozent. Zudem bewilligte die Stadt 43,2 Millionen Euro an Fördermitteln für weitere 218 Wohneinheiten. Die Ausgaben für den sozialen Wohnungsbau explodierten förmlich: 274 Prozent des ursprünglichen Haushaltsansatzes von 2024 wurden aufgebraucht – ein krasser Gegensatz zu nur fünf Prozent im Jahr 2021.

Oberbürgermeister Felix Heinrichs betonte, dass konsequente Stadtentwicklung und strategische Weichenstellungen entscheidend für den Erfolg seien. Das Programm „Wohnen für Alle“ der Stadt zielt darauf ab, bezahlbaren Wohnraum zu sichern, die Barrierefreiheit zu verbessern und innerstädtische Viertel zu beleben.

Unterdessen sank die Bauquote in Nordrhein-Westfalen insgesamt auf 19,8 Wohnungen pro 10.000 Einwohner. Im Jahr 2025 wurden landesweit 37.185 Wohnungen fertiggestellt – ein Rückgang um 9,4 Prozent gegenüber 2024 und der niedrigste Stand seit 2011. Gestiegene Kreditzinsen, die seit 2022 zwischen drei und vier Prozent liegen, haben die Finanzierung deutlich verteuert.

Mönchengladbachs Wohnungsbauboom steht damit im krassen Gegensatz zu den rückläufigen Zahlen des Landes. Durch den Fokus auf Fördermittel, Baugenehmigungen und kommunale Investitionen hat die Stadt ein rasantes Wachstum vorangetrieben. Mit dem Schwerpunkt auf bezahlbarem Wohnraum und Barrierefreiheit wollen die Verantwortlichen diesen Schwung auch in den kommenden Jahren aufrechterhalten.

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