Mönchengladbach plant autofreie Boulevardmeile für Studierende und Anwohner
Charlotte WagnerMönchengladbach plant autofreie Boulevardmeile für Studierende und Anwohner
Großzügiger Umbau der Webschulstraße in Mönchengladbach: Aus einer Straße soll eine lebendige Fußgängerzone werden
Ein umfassendes Redesign der Webschulstraße in Mönchengladbach könnte einen 400 Meter langen Abschnitt in eine belebte, fußgängerfreundliche Boulevardmeile verwandeln. Das 6,9 Millionen Euro teure Vorhaben mit dem Namen Campus Boulevard zielt darauf ab, zentrale Universitätsstandorte besser zu vernetzen und gleichzeitig den Autoverkehr zu reduzieren. Über die Pläne stimmt der Stadtrat am 15. Mai ab.
Der geplante Boulevard würde die Universitätsgebäude an der Rheydter Straße mit dem Wissens- und Innovationscampus Mönchengladbach (WICMG) an der Theodor-Heuss-Straße verbinden. Sein Mittelpunkt läge vor dem historischen Backsteingebäude, in dem die Fachrichtung Textil- und Bekleidungstechnik untergebracht ist.
Laut Entwurf rücken Autos zugunsten von Fußgängern und Radfahrern in den Hintergrund. Die Zahl der Parkplätze würde von 151 auf 137 reduziert, wobei ein zusätzlicher Stellplatz für Anwohner reserviert bliebe. Statt Verkehr prägen dann breite Wege, kleine Plätze, Grünflächen und Sitzgelegenheiten das Straßenbild – allesamt gestaltet, um Begegnungen und Entspannung zu fördern.
Bei einer Zustimmung folgen 2026 die finalen Finanzierungsentscheidungen; mit den Bauarbeiten wäre zwischen 2027 und 2029 zu rechnen. Die Initiatoren des Projekts sehen darin ein zukünftiges Wahrzeichen für die akademische Gemeinschaft der Stadt, das Nützliches mit einer einladenden Atmosphäre verbindet.
Die Abstimmung des Stadtrats am 15. Mai entscheidet, ob der Campus Boulevard Realität wird. Sollte der Plan angenommen werden, könnten die Bauarbeiten die Webschulstraße bereits in den nächsten drei Jahren umgestalten. Die fertige Boulevardmeile würde dann als zentraler Treffpunkt für Studierende, Forscher und Einwohner gleichermaßen dienen.






