24 June 2026, 20:01

MIT Solingen lehnt Bürgergeld ab: "Ampelkoalition realitätsfremd"

Gerlinde Steingruber (MIT) kritisiert Einführung eines bedingungslosen Grundeinkommens

MIT Solingen lehnt Bürgergeld ab: "Ampelkoalition realitätsfremd"

Die Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung (MIT) in Solingen hat sich öffentlich gegen die geplante Einführung des Bürgergelds durch die Bundesregierung ausgesprochen. Gerlinde Steingrüber, Vorsitzende der MIT Solingen, kritisierte die Politik der Ampelkoalition als zunehmend realitätsfremd. Gleichzeitig warnte sie, dass das neue System Deutschland näher an ein bedingungsloses Grundeinkommen heranführen könnte.

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Nach den Plänen für das Bürgergeld könnte ein Vier-Personen-Haushalt mit bestimmten Vermögenswerten selbst dann volle Leistungen erhalten, wenn er sich neun Monate lang nicht kooperativ zeigt. Die MIT lehnt zudem die Abschaffung der Pflicht zu Weiterbildungsmaßnahmen während der Arbeitslosigkeit ab. Zudem spricht sich die Vereinigung gegen den geplanten neunmonatigen Verzicht auf Sanktionen aus, falls Empfänger sich nicht aktiv um Arbeit bemühen.

Steingrüber argumentierte, dass solche Regelungen die Aufnahme regulärer Beschäftigung entmutigen könnten. Zudem befürchtet sie, dass sie die politische Verdrossenheit in der Bevölkerung weiter verstärken. Im Gegensatz dazu lobte sie das bisherige Hartz-IV-System für dessen Beitrag zur Senkung der Arbeitslosigkeit.

Die Haltung der MIT spiegelt Bedenken hinsichtlich der möglichen wirtschaftlichen und sozialen Folgen des Bürgergelds wider. Die Vereinigung fürchtet, dass das neue System Anreize zur Arbeitsaufnahme untergraben könnte. Steingrübers Äußerungen unterstreichen die breite Skepsis gegenüber dem Regierungskurs in der Sozialreform.

Quelle