Meerbusch und Willich wollen bis 2045 komplett auf Ökostrom umstellen – Bürger können mit Sparbriefen mitmachen
Sophia WeberMeerbusch und Willich wollen bis 2045 komplett auf Ökostrom umstellen – Bürger können mit Sparbriefen mitmachen
Zwei Städte in Nordrhein-Westfalen treiben ihre Pläne voran, bereits vor 2045 vollständig mit erneuerbaren Energien versorgt zu werden. Meerbusch und Willich setzen auf lokale Windkraftanlagen und Solaranlagen, um ihren Strombedarf zu decken. Das Projekt bietet den Bürgerinnen und Bürgern zudem die Möglichkeit, sich über neu ausgegebene Sparbriefe direkt an der grünen Wende zu beteiligen.
Die Initiative folgt dem Bürgerenergiegesetz, das vorsieht, dass lokale Gemeinden finanziell an Energieprojekten beteiligt sein müssen. Die Stadtwerke Meerbusch, der kommunale Versorger, führen die Anstrengungen an, beide Städte noch vor dem deutschen Ziel der Klimaneutralität bis 2045 vollständig auf Erneuerbare umzustellen.
Die Sparkasse Krefeld zeichnet für die Emission der Sparbriefe verantwortlich – ihr erstes Engagement in diesem Bereich. Für das Windprojekt Münchheide stehen Sparbriefe im Volumen von 1,2 Millionen Euro zur Verfügung, während das Projekt Dickerheide 1,5 Millionen Euro anbietet. Die Papiere bieten eine jährliche Verzinsung von 3,25 Prozent über eine Laufzeit von zehn Jahren, wobei die Auszahlungen jährlich erfolgen.
Die Investitionsmöglichkeit wird in zwei Phasen eröffnet. Zunächst können nur Anwohner aus der unmittelbaren Umgebung Sparbriefe erwerben, mit einem Mindestbetrag von 1.000 Euro und einem Höchstbetrag von 10.000 Euro pro Person. Später erhalten alle Einwohner von Meerbusch und Willich die Chance, über die örtlichen Filialen der Sparkasse teilzunehmen.
Tafil Pufja, Geschäftsführer der Stadtwerke, unterstützt den Ansatz und argumentiert, dass dadurch wirtschaftliche Vorteile in der Region bleiben und gleichzeitig die öffentliche Akzeptanz für die Energiewende steigt.
Die Sparbriefe bieten den Bürgerinnen und Bürgern eine direkte Möglichkeit, die erneuerbaren Projekte zu fördern. Mit insgesamt 2,7 Millionen Euro, die auf zwei Windparks verteilt werden, soll die Initiative den Übergang zu grüner Energie beschleunigen. Bei Erfolg könnten Meerbusch und Willich als Vorbild für andere Städte auf dem Weg zur Klimaneutralität dienen.






