Marl gedenkt am Volkstrauertag: 80 Jahre nach Kriegsende wird Erinnerung zur Pflicht

Marl gedenkt am Volkstrauertag: 80 Jahre nach Kriegsende wird Erinnerung zur Pflicht
Rund 100 Menschen versammelten sich am 16. November 2025 in Marl, um des deutschen Volkstrauertags zu gedenken. Die Veranstaltung auf dem Creiler Platz stand im Zeichen des 80. Jahrestags des Endes des Zweiten Weltkriegs und umfasste Reden, Musik sowie eine feierliche Kranzniederlegung. Bürgermeister Thomas Terhorst und Pastoralreferent Benedikt Stelthove führten durch die Gedenkfeier und riefen dazu auf, sich mit den Lehren der Geschichte auseinanderzusetzen.
Die Gedenkveranstaltung stand unter dem Motto: „80 Jahre nach Kriegsende – Erinnern heißt Verantwortung übernehmen.“ Terhorst wandte sich an die Anwesenden und ehrte die Opfer aller Nationen. Er betonte, dass Erinnerung Mut und Verantwortungsbewusstsein erfordere. Mit einem Zitat des Philosophen George Santayana warnte er davor, dass das Vergessen der Vergangenheit die Gefahr berge, ihre Schrecken zu wiederholen. Stelthove griff diesen Appell auf und erklärte, „Erinnern heißt mutig sein“ – sich Schuld und Leid zu stellen, ohne wegzusehen.
Die Feier vereinte Bürgerinnen und Bürger, Vertreter aus Politik und Verwaltung sowie junge Menschen, um der Opfer von Krieg und Unterdrückung zu gedenken. Durch Reden, Musik und persönliche Berichte wurde die Botschaft verstärkt, dass das Gedächtnis an die Vergangenheit das Handeln in der Zukunft prägen muss. Die Kranzniederlegung und die gemeinsamen Reflexionen unterstrichen Marl’s Engagement, die Lehren der Geschichte wachzuhalten.