14 March 2026, 12:02

Maria Kolesnikowa erhält Karlspreis für ihren Kampf um Demokratie in Belarus

Ein weißer Papierbogen mit den Worten "Ukraine steht für Freiheit auf, stellt Euch mit Ukraine" liegt vor einem gelben Banner auf dem Boden. Auf der rechten Seite befindet sich eine Plastikhülle mit verschiedenen Gegenständen.

Spätverleihung des Karlspreises an belarussische Oppositionsfigur Kolesnikova - Maria Kolesnikowa erhält Karlspreis für ihren Kampf um Demokratie in Belarus

Maria Kolesnikowa, eine führende belarussische Oppositionsfigur, ist mit dem Internationalen Karlspreis für ihren Einsatz für Demokratie und freie Wahlen ausgezeichnet worden. Die feierliche Verleihung fand am Samstag, dem 6. Januar 2026, im historischen Krönungssaal von Aachen statt. Kolesnikowa, die wegen ihres politischen Engagements inhaftiert worden war, kam im Dezember 2025 nach fünf Jahren in einer Strafkolonie frei.

Ihr politischer Kampf begann im Jahr 2020, als sie sich weigerte, Belarus zu verlassen – trotz massiven Drucks, ins Exil zu gehen. Noch im selben Jahr wurde sie unter dem autoritären Regime von Alexander Lukaschenko zu elf Jahren Haft verurteilt. Bereits während ihrer Inhaftierung erhielt sie 2022 den Karlspreis in Anerkennung ihres "außergewöhnlichen Mutes" im Widerstand gegen Lukaschenkos Regierung.

Der seit 1950 jährlich verliehene Internationale Karlspreis ehrt Persönlichkeiten, die sich um die europäische Einigung und Werte verdient gemacht haben. Kolesnikowas Freilassung im Dezember 2025 erfolgte ohne öffentliche Ankündigung, und seither wurden aus Belarus keine weiteren politischen Proteste gemeldet. Nach ihrer Entlassung nahm Deutschland sie auf; nun soll sie politisches Asyl erhalten.

In diesem Jahr teilt sich Kolesnikowa die Auszeichnung mit Mario Draghi, dem ehemaligen Präsidenten der Europäischen Zentralbank und Italiens Ex-Ministerpräsidenten, der 2026 offiziell geehrt wird. Aktuelle Meldungen aus Belarus beschränken sich jedoch auf vereinzelte Kriminalfälle – Berichte über politischen Widerstand oder Lukaschenkos Herrschaft bleiben aus.

Die Verleihung des Karlspreises unterstreicht Kolesnikowas langjährigen Widerstand gegen das Lukaschenko-Regime. Nach Jahren im Gefängnis lebt sie nun in Deutschland, wo sie ihr Engagement unter Asylschutz fortsetzen wird. Der Karlspreis bleibt ein Symbol für ihr ungebrochenes Bemühen um demokratischen Wandel in Belarus.

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