Lünen testet Fahrverbote für mehr Sicherheit vor Schulen
Lünen startet Modellprojekt für mehr Sicherheit an Schulen durch Verkehrsberuhigung zu Stoßzeiten
Die Stadt Lünen hat ein Pilotprojekt gestartet, um die Sicherheit rund um Schulen zu erhöhen, indem der Verkehr während der Hauptzeiten eingeschränkt wird. Bei der Initiative mit dem Namen "Schulstraße" gilt an der Elisabethschule in Brambauer zu den Bring- und Abholzeiten ein Fahrverbot für die meisten Fahrzeuge. Die Behörden erhoffen sich dadurch weniger Staus und einen besseren Schutz für Kinder auf dem Weg zum Unterricht.
Die neuen Regeln traten nach einer Pressekonferenz am 18. September in Kraft. An Schultagen zwischen 7:15 und 8:15 Uhr sowie zwischen 15:00 und 16:00 Uhr ist die ausgewiesene Zone für Autos und Motorräder gesperrt. Ausgenommen sind lediglich Einsatzfahrzeuge und Anwohner.
Die Polizei überwacht die Einhaltung des Verbots und spricht gleichzeitig mit Eltern über sicherere Alternativen. Jolanta Bialas, Leiterin des Verkehrsamts, rief die Familien dazu auf, die offiziellen Bringzonen zu nutzen oder mit ihren Kindern zu Fuß zu gehen. Dies trage dazu bei, dass Kinder ein besseres Bewusstsein für den Straßenverkehr entwickelten, so Bialas.
Das Projekt ist Teil einer umfassenderen Initiative Lünens, um schulische Mobilitätskonzepte zu erproben. Durch die Reduzierung von parkenden Autos und riskanten Fahrmanövern in der Nähe der Schultore soll eine ruhigere und sicherere Umgebung für die Schüler geschaffen werden.
Der Versuch an der Elisabethschule markiert die erste "zeitweise Schulstraße" in Lünen. Bei Erfolg könnten ähnliche Modelle auf andere Stadtteile ausgeweitet werden. Vorerst werden Eltern und Autofahrer aufgefordert, sich zum Wohl der Kindersicherheit an das neue System anzupassen.






