Lucky Punch Comedy Club eröffnet Mitte April – nach Karfreitag-Debatte in Wien
Sophia WeberLucky Punch Comedy Club eröffnet Mitte April – nach Karfreitag-Debatte in Wien
Neuer Comedy-Club in Wien: Der Lucky Punch Comedy Club öffnet Mitte April seine Pforten
Ursprünglich sollte der Lucky Punch Comedy Club in Wien bereits an Karfreitag eröffnen – ein Termin, der für Verwirrung sorgte. Hinter dem Projekt steht der bekannte Komiker Michael Mittermeier, während seine Frau Gudrun Mittermeier für die Programmgestaltung verantwortlich zeichnet.
Der ursprüngliche Eröffnungstermin am 3. April 2026 fiel auf Karfreitag, einen Tag mit tiefer Verwurzelung in der katholischen Tradition. Seit Jahrhunderten ist dieser Tag geprägt von Fasten, besinnlicher Stille und dem Verzicht auf öffentliche Unterhaltung. Bräuche wie die mittelalterlichen Heilig-Grab-Prozessionen oder das Läuten mit hölzernen Ratschen – etwa in Kärnten – unterstreichen die feierliche Atmosphäre. Noch heute verzichten viele gläubige Katholiken an diesem Tag auf Fleisch und Freizeitvergnügen, da das Fasten als Form des gemeinsamen Leidens verstanden wird.
Die Missverständnisse um das Eröffnungdatum entstanden, weil manche die Terminwahl für bewusst provokant hielten. Das Team des Clubs stellte jedoch klar, dass die Verschiebung auf Mitte April aus organisatorischen Gründen notwendig war. Sobald die Türen geöffnet sind, wird der Lucky Punch Comedy Club mit gemischten Comedy-Shows für einen Kontrast zu den traditionellen Einschränkungen der Fastenzeit sorgen.
Für Mittermeier hat das Projekt auch eine persönliche Note: Er erinnert sich an seine Kindheit, als es an Aschermittwoch und Karfreitag statt Speck Linsen gab – ein kleines, aber bezeichnendes Beispiel für die Fastenbräuche, die bis heute viele prägen.
Die Eröffnung des Comedy-Clubs findet nun nach Ostern statt und vermeidet so den Konflikt mit den Karfreitagstraditionen. Gudrun Mittermeier, die das Programm kuratiert, sorgt dafür, dass der Club Wien mit Lachen bereichert. Die Debatte um den Eröffnungstermin zeigt zugleich, wie stark religiöse Bräuche das öffentliche Leben im deutschsprachigen Raum noch immer prägen.






