Kyle Sandilands nach Live-Streit mit Jackie "O" Henderson fristlos gefeuert
Moritz WernerKyle Sandilands nach Live-Streit mit Jackie "O" Henderson fristlos gefeuert
Kyle Sandilands von ARN gefeuert nach hitzigem Live-Streit mit Co-Moderatorin Jackie "O" Henderson
Der australische Radioriese ARN hat Kyle Sandilands am Mittwochmorgen fristlos entlassen und damit eine 25 Jahre währende Partnerschaft beendet. Sandilands kündigte an, die Entscheidung gerichtlich anzufechten und bezeichnete sie als "rechtlich unwirksam".
Der Konflikt eskalierte am 20. Februar, als Sandilands während ihrer gemeinsamen Sendung Kyle & Jackie O auf KIIS FM umstrittene Äußerungen über Hendersons Privatleben machte. Die öffentliche Reaktion fiel gespalten aus: Tausende riefen zum Boykott auf, andere verteidigten seinen provokanten Stil als Markenzeichen.
Die Kontroverse begann am 20. Februar 2026, als Sandilands Henderson live in ihrer Sendung kritisierte. ARN entschuldigte sich zwar einen Tag später, doch die Folgen waren nicht mehr einzudämmen. Medien wie Daily Mail und news.com.au berichteten von massiver Empörung, darunter eine Change.org-Petition mit über 10.000 Unterschriften, die Werbepartner zum Rückzug aufforderte. Dennoch zogen bis Mitte März keine großen Sponsoren ihre Unterstützung zurück.
Henderson teilte ARN später mit, sie könne nicht länger mit Sandilands zusammenarbeiten. Der Sender wertete seine Äußerungen als Vertragsverstoß und setzte ihn am 3. März vorläufig aus – mit einer 14-tägigen Frist zur Stellungnahme. Eine endgültige Entscheidung wurde für Dienstag erwartet, doch die Kündigung erfolgte früher.
Sandilands, der laut Berichten jährlich 10 Millionen Dollar im Rahmen eines Zehnjahresvertrags über 200 Millionen Dollar verdient, bestreitet, gegen Vertragsbedingungen verstoßen zu haben. Den Live-Streit bezeichnete er als "Alltag" und betonte, solche Auseinandersetzungen habe es "in 25 Jahren hundertmal" gegeben. Trotz seiner Einwände hielt ARN an der Entlassung fest.
Das Duo galt als erfolgreichstes Frühstücksradio-Sydneys und dominierte jahrelang die kommerziellen Hörfunkcharts. Sandilands will nun juristisch gegen die Kündigung vorgehen und behauptet, seine Anwälte hätten diese bereits für nichtig erklärt.
ARNs Entscheidung beendet eine der langlebigsten Radio-Partnerschaften Australiens. Ob die Kündigung Bestand hat, wird Sandilands' Klage zeigen. Der Fall hat bereits eine Debatte über angemessenes Sendeverhalten und Grenzen im Medienumfeld neu entfacht.






