12 March 2026, 16:01

Kunstakademie Düsseldorf: Rektorin Fioretti wehrt sich gegen Rücktrittsforderungen

Ein Gemälde eines Mannes in einer schwarzen Robe und einem Hut, mit einem ernsten Gesichtsausdruck, gefalteten Händen und aufrechter Haltung, vor einem blauen Hintergrund.

Kunstakademie Düsseldorf: Rektorin Fioretti wehrt sich gegen Rücktrittsforderungen

Donatella Fioretti, Rektorin der Düsseldorfer Kunstakademie, gerät zunehmend unter Druck, von ihrem Amt zurückzutreten. Eine Petition, die ihre Absetzung fordert, hat bereits über 700 Unterschriften gesammelt – initiiert von prominenten Vertretern der Stadt. Im Mittelpunkt der Kontroverse steht eine Veranstaltung mit der palästinensischen Künstlerin Basma al-Sharif, der Antisemitismus vorgeworfen wird.

Die Petition wurde vom Düsseldorfer Oberbürgermeister Stephan Keller, dem Vorsitzenden der jüdischen Gemeinde, Oded Horowitz, und dem städtischen Beauftragten Wolfgang Rolshoven gestartet. Bis Mittwochnachmittag hatten sich auf Change.org mehr als 700 Unterstützer eingetragen. Kritiker werfen Fioretti vor, sie habe es versäumt, für eine sichere Umgebung für Studierende zu sorgen und sich nicht deutlich genug von Personen distanziert, denen die Verbreitung antisemitischer Ansichten oder die Verharmlosung terroristischer Gewalt vorgeworfen wird.

Fioretti lehnt die Rücktrittsforderungen entschieden ab. Sie betont, dass die akademische und künstlerische Freiheit gewahrt werden müsse, und verweist auf die Unterstützung durch den Großteil des Lehrkörpers und der Studierenden. Die Rektorin hebt zudem das bestehende Beratungssystem der Akademie hervor, das Diskriminierung – einschließlich Antisemitismus und antipalästinensischem Rassismus – entgegenwirken soll.

Seit der umstrittenen Veranstaltung mit al-Sharif im Januar 2026 haben weder die Stadt Düsseldorf noch ihre Behörden offiziell Stellung genommen. Berichte bis März 2026 bestätigen, dass es weder konkrete Maßnahmen noch Erklärungen zu dem Konflikt gegeben hat.

Die Auseinandersetzung bleibt weiterhin ungelöst: Fioretti steht nach wie vor zu ihrer Entscheidung, die Veranstaltung auszurichten, während die Initiatoren der Petition weiter auf ihren Rücktritt drängen. Die Akademie hält unterdessen an ihren Antidiskriminierungsmaßnahmen fest. Bisher haben weder städtische Verantwortliche noch die Institution weitere Schritte eingeleitet.

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