Kplus Gruppe zieht neurologische Versorgung in Solingen und Mettmann zurück
Moritz WernerKplus Gruppe zieht neurologische Versorgung in Solingen und Mettmann zurück
Die Kplus Gruppe hat ihren Antrag auf neurologische Versorgung in Solingen und im Südkreis Mettmann ab 2024 zurückgezogen. Die Entscheidung folgt auf einen Streit mit dem Städtischen Klinikum Solingen über die Abwerbung eines neurologischen Teams. Die Kplus Gruppe wirft dem Krankenhaus vor, durch unredliches Verhalten ihre Zukunft zu gefährden.
Das Städtische Klinikum Solingen beendete die Zusammenarbeit mit der Kplus Gruppe, indem es das Neurologie-Team der St.-Lukas-Klinik abwarb. Zu dem Team gehören über 90 Mitarbeiter, darunter 26 Ärzte und mehr als 60 Pflegekräfte. Kurz darauf traten der Chefarzt und der Großteil der leitenden Ärzte der St.-Lukas-Klinik zurück.
Als Reaktion überarbeitet die Kplus Gruppe nun ihre Pläne für Hilden und Haan. Ursprünglich wollte das Unternehmen in der Region neurologische Dienstleistungen anbieten. Trotz des Rückschlags bleibt das gerichtlich überwachte Sanierungsverfahren im Zeitplan. Das Unternehmen rechnet weiterhin damit, das Verfahren im ersten Quartal 2024 abzuschließen.
Der Rückzug des Antrags markiert eine Neuausrichtung der regionalen Strategie der Kplus Gruppe. Das Unternehmen konzentriert sich nun darauf, die Restrukturierung bis Anfang 2024 abzuschließen. Der Konflikt unterstreicht die Spannungen bei der Gesundheitsversorgung in der Region.






