Kofferdiebstahl am Bielefelder Hauptbahnhof eskaliert mit illegalem Aufenthalt
Moritz WernerKofferdiebstahl am Bielefelder Hauptbahnhof eskaliert mit illegalem Aufenthalt
23-Jähriger nach Kofferdiebstahl am Bielefelder Hauptbahnhof angeklagt
Ein 23-jähriger Deutscher ist wegen Diebstahls angeklagt worden, nachdem er am Bielefelder Hauptbahnhof einen Koffer gestohlen hatte. Der Vorfall ereignete sich am Dienstagmorgen (22. Juli) und wurde von Überwachungskameras aufgezeichnet. Die Polizei sicherte das gestohlene Gepäck später und gab es dem Besitzer zurück.
Der Diebstahl geschah, als der Beschuldigte einen Koffer eines 27-jährigen Marokkaners an sich nahm. Auf den Sicherheitsaufnahmen ist zu sehen, wie der Täter Kleidungsstücke aus dem Koffer entwendet, bevor er den Bahnhof verlässt. Das Opfer konfrontierte gemeinsam mit einem 25-jährigen marokkanischen Zeugen den Verdächtigen, woraufhin es zu einer handgreiflichen Auseinandersetzung kam.
Die Bundespolizei griff ein, um den Streit zu schlichten. Dabei stellten die Beamten fest, dass weder das Opfer noch der Zeuge über gültige Aufenthaltstitel in Deutschland verfügten. Daraufhin wurden gegen beide Männer strafrechtliche Ermittlungen wegen illegalen Aufenthalts eingeleitet.
Zudem stellte sich heraus, dass gegen den Zeugen in Spanien und Frankreich Haftbefehle vorlagen. Er wurde zur weiteren Bearbeitung an die Kriminalinspektion des Polizeipräsidiums Bielefeld übergeben. Das Diebstahlsopfer wurde vorläufig auf freien Fuß gesetzt, muss sich jedoch im Rahmen seiner Auflagen regelmäßig bei der Polizei melden.
Der gestohlene Koffer wurde nach Identifizierung des Verdächtigen an seinen Besitzer zurückgegeben. Dem 23-Jährigen droht nun eine Anklage wegen Diebstahls, während die beiden Marokkaner weiterhin wegen Verstößen gegen das Aufenthaltsrecht ermittelt wird. Der Fall des Zeugen wird aufgrund der ausstehenden Haftbefehle in anderen Ländern separat behandelt.






