20 March 2026, 14:02

Klimaprotest am Flughafen Köln/Bonn endet mit Bewährungsstrafen für Aktivisten

Große Gruppe von Menschen in einem Flughafen, einige mit Taschen und Papieren sitzend, andere stehend, mit Schildern, Schaufensterpuppen in Kleidern und Deckenbeleuchtung im Hintergrund, was auf eine Protestaktion hindeutet.

Flughafenblockade: Gericht verurteilt Klimaaktivisten - Klimaprotest am Flughafen Köln/Bonn endet mit Bewährungsstrafen für Aktivisten

Zwei Klimaaktivist:innen der Gruppe Letzte Generation sind nach der Blockade einer Startbahn am Flughafen Köln/Bonn im August 2024 verurteilt worden. Die Aktion führte zu massiven Behinderungen, mit gestrichenen Flügen und tausenden verspäteten Passagieren. Beide Aktivist:innen erhielten Bewährungsstrafen und Auflagen zu gemeinnütziger Arbeit.

Der Vorfall begann, als eine 45-jährige Frau und ein 27-jähriger Mann mit Bolzenschneidern den Außenzaun des Flughafens durchtrennten. Im Inneren klebten sie sich an eine Zufahrt der Start- und Landebahn und legten so den Betrieb lahm.

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Durch den Protest wurden 20 Flüge gestrichen, ein Flugzeug umgeleitet und drei Maschinen kehrten zu ihren Gates zurück. Rund 3.000 Reisende waren direkt von Verspätungen betroffen, weitere 13.000 indirekt. Der Flughafen bezifferte die Einnahmeausfälle auf mindestens 50.000 Euro.

Ähnliche Aktionen der Letzten Generation fanden am selben Tag an den Flughäfen Berlin Brandenburg, Stuttgart und Nürnberg statt. An anderen deutschen Flughäfen gab es jedoch keine koordinierten Proteste am Tag der Kölner Störung – frühere Aktionen der Gruppe hatten an unterschiedlichen Terminen stattgefunden.

Vor Gericht erhielt der 27-Jährige eine elfmonatige Bewährungsstrafe, die 45-Jährige neun Monate auf Bewährung. Beide müssen jeweils 2.000 Euro an eine gemeinnützige Organisation zahlen und 300 Stunden gemeinnützige Arbeit leisten.

Die Verurteilungen folgen auf einen Protest, der erhebliche Reisechaos und finanzielle Verluste verursachte. Die Strafen umfassen Geldauflagen, Sozialstunden und Bewährungsstrafen. Der Fall zeigt die anhaltenden Auswirkungen von Klimaprotesten auf kritische Infrastruktur auf.

Quelle