K-pop-Star Jisoo in Streit um nicht zurückgegebene Designs – Fans schlagen zurück
Theo BauerK-pop-Star Jisoo in Streit um nicht zurückgegebene Designs – Fans schlagen zurück
Ein belgischer Modedesigner hat heftige Kritik geerntet, nachdem er die K-pop-Star Jisoo von Blackpink beschuldigt hatte, entliehene Designs nicht zurückgegeben zu haben. Benjamin Voortmans, Gründer des Labels Judassime, behauptete, die Sängerin habe Kleidungsstücke von einem Fotoshooting nicht zurückgeschickt. Der Vorfall zog schnell die Aufmerksamkeit ihrer hingebungsvollen Fangemeinde auf sich.
Voortmans hatte seine Marke Judassime 2020 gegründet. Als die geliehenen Teile nicht zurückkamen, nannte er Jisoo öffentlich beim Namen, da er davon ausging, dass sie dafür verantwortlich sei. Später präzisierte er, dass seine Äußerungen nicht als Angriff auf die Sängerin selbst gemeint gewesen seien.
Die Reaktion der Fans ließ nicht lange auf sich warten – und fiel äußerst scharf aus. Jisoo, die auf Instagram 80 Millionen Follower zählt, verfügt über ein riesiges und sehr beschützendes Publikum. Susan Kresnicka, Gründerin von KR&I und des Fandom Institute, erklärte, solche Reaktionen seien angesichts der tiefen Verbundenheit von Fan-Communities nicht überraschend. Sie verwies auf einen ähnlichen Fall aus dem Jahr 2019, als Taylors Swifts Fans, bekannt als „Swifties“, den Musikmanager Scooter Braun massiv unter Druck setzten, nachdem dieser die Rechte an ihrem Songkatalog erworben hatte.
Kresnicka führte aus, dass parasoziale Beziehungen – bei denen Fans eine starke persönliche Bindung zu Prominenten entwickeln – das Konsumverhalten und die Markentreue prägen. Gleichzeitig machen diese Bindungen Fans jedoch auch besonders empfindlich gegenüber wahrgenommener Ausbeutung oder Herausforderungen ihrer Einflussnahme. Kleinere Marken, anders als große Konzerne, unterschätzen oft das Ausmaß solcher Fan-Reaktionen, wenn es zu Konflikten kommt.
Der Vorfall unterstreicht die Herausforderungen, vor denen Marken stehen, wenn sie sich in der Fan-Kultur bewegen. Voortmans’ Erfahrung zeigt, wie schnell Streitigkeiten mit Prominenten eskalieren können – besonders bei Künstlern mit einer riesigen, engagierten Anhängerschaft. Für Designer und kleinere Unternehmen wird es zunehmend entscheidend, die Macht von Fangemeinden zu verstehen, wenn sie mit hochkarätigen Persönlichkeiten zusammenarbeiten.






