Jugendkriminalität steigt in Nordrhein-Westfalen: Studie zeigt zunehmende Gewalt und Hass unter jungen Teenagern

Admin User
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Eine Collage mit einer Gruppe von Kindern und Text.

Jugendkriminalität steigt in Nordrhein-Westfalen: Studie zeigt zunehmende Gewalt und Hass unter jungen Teenagern

Jugendkriminalität in Nordrhein-Westfalen nimmt besorgniserregend zu – besonders bei Kindern und jungen Teenagern. Eine aktuelle Studie zeigt alarmierende Entwicklungen, darunter eine Zunahme von Gewalt und Hass unter minderjährigen Tätern. Die Untersuchung, für die 3.800 Siebt- und Neuntklässler befragt wurden, belegt ein wachsendes Problem: Respektlosigkeit und gewalttätiges Verhalten nehmen zu. Diese Tendenz spiegelt sich auch in den Fallzahlen wider, die bei ausländischen Schülern zwischen 11 und 13 Jahren in Städten wie Gelsenkirchen, Marl und Herten stark angestiegen sind. Zwischen 2013 und 2024 waren in dieser Altersgruppe 1.247 Kinder und Jugendliche mit Migrationshintergrund in Straftaten verwickelt – im Vergleich zu 832 Fällen bei deutschen Gleichaltrigen. Besonders auffällig: Die Straftaten von Mädchen unter 14 Jahren haben sich seit 2013 um fast 150 Prozent erhöht – ein stärkerer Anstieg als bei Jungen (plus 104 Prozent). Parallel dazu häufen sich Angriffe auf Lehrkräfte, Polizisten und Rettungskräfte. Viele Schulen kämpfen damit, Regeln durchzusetzen, da Verstöße oft ohne Konsequenzen bleiben. Innenminister Herbert Reul fordert eine gesellschaftliche Debatte über die Herabsetzung des Strafmündigkeitsalters, da Kinder unter 14 Jahren derzeit nicht belangt werden können. Das lässt Polizei und Justiz oft machtlos zurück. Die Studienleiter führen die Entwicklung auf Folgen der Pandemie und den Einfluss sozialer Medien zurück. Angesichts der eskalierenden Jugendkriminalität wird es immer dringender, die Ursachen zu bekämpfen und Lösungen zu finden – zum Schutz der jungen Täter wie auch der Gesellschaft.