Jedes fünfte Grundschulkind kann nicht schwimmen – doch es gibt Hoffnung

Admin User
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Ein Junge schwimmt in der Mitte eines Gewässers.

Jedes fünfte Grundschulkind kann nicht schwimmen – doch es gibt Hoffnung

Schwimmfähigkeiten von Grundschulkindern bleiben besorgniserregend – fast 18 Prozent der Viertklässler können nicht schwimmen

Die Schwimmfähigkeiten von Grundschülern geben weiterhin Anlass zur Sorge: Fast 18 Prozent der Viertklässler können nicht schwimmen – eine leichte Verschlechterung im Vergleich zum Vorjahr. Doch aktuelle Initiativen zeigen erste Erfolge und lassen auf Besserung hoffen.

Seit März 2023 läuft das Projekt Unterstützung im Grundschulschwimmunterricht, das mit 18 qualifizierten Schwimmhelfern an 25 Grundschulen gezielt gegensteuert. Die bisherigen Daten bestätigen die Wirksamkeit des Programms, weshalb eine Verlängerung der Förderung über das Schuljahr 2025/26 hinaus gefordert wird.

Rund 40 Prozent der Viertklässler haben das Seepferdchen-Anfängerabzeichen erworben, 34,5 Prozent sogar die Bronze-Stufe oder höher erreicht – und gelten damit als sichere Schwimmer. An weiterführenden Schulen erfüllen fast 41 Prozent der Schüler diesen Standard. Dennoch konnten zwei Schulen aufgrund von Personalmangel überhaupt keinen Schwimmunterricht anbieten.

Die beteiligten Schulen berichten, dass längere Wasserzeiten im Unterricht die Erfolge deutlich steigern: Kinder, die pro Stunde mehr als 35 Minuten im Becken verbringen, fallen seltener durch. Christiane Schüssler, Stadträtin für Bildung, betonte die Bedeutung solcher Projekte wie der Schwimmwoche für Schulen und erzählte von einer Rückmeldung der Heyden-Grundschule, die sich ausdrücklich für die Unterstützung bedankte.

Ohne diese Fördermaßnahmen wäre das Niveau der Schwimmfähigkeiten laut Schulangaben deutlich niedriger.

Die Zahlen unterstreichen, wie wichtig kontinuierliche Investitionen in die Schwimmausbildung sind. Da fast jedes fünfte Kind in der vierten Klasse noch nicht schwimmen kann, deuten die Erfolge der laufenden Projekte darauf hin, dass eine Ausweitung der Unterstützung die Zahlen weiter senken könnte. Schulen mit mehr Wasserzeit und qualifizierter Betreuung verzeichnen messbare Fortschritte bei den Schwimmleistungen der Kinder.