Jan Böhmermanns Ausstellung löst Antisemitismus-Debatte aus

Jan Böhmermanns Ausstellung löst Antisemitismus-Debatte aus
Jan Böhmermann Veranstaltet Eine Ausstellung Und Hat Plötzlich Ein Antisemitismus-Problem
Der deutsche TV-Satiriker gilt bei vielen als umstrittene Figur. In Berlin präsentiert er nun seine Late-Night-Show in Ausstellungsform (mit wenig Originialität). Doch das sorgt für Aufsehen: Die begleitende Konzertreihe muss aufgrund von Antisemitismus-Vorwürfen abgesagt werden.
2025-10-02T15:07:50+00:00
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Jan Böhmermann macht eine Ausstellung – und hat plötzlich ein Antisemitismus-Problem
Teaser: Der deutsche TV-Satiriker gilt vielen als umstrittene Figur. In Berlin präsentiert er nun seine Late-Night-Show in Ausstellungsform – mit wenig Eigenständigkeit. Doch das sorgt für Aufsehen: Die begleitende Konzertreihe muss wegen Antisemitismus-Vorwürfen abgesagt werden.
2. Oktober 2025, 15:07 Uhr
Eine umstrittene neue Ausstellung des Satirikers Jan Böhmermann ist im Berliner Haus der Kulturen der Welt (HKW) eröffnet worden. Unter dem Titel Die Möglichkeit der Irrationalität läuft die Schau noch bis zum 19. Oktober – doch die geplante Konzertreihe wurde nach aufgetauchten Antisemitismus-Vorwürfen gestrichen. Die Absage folgte auf Kritik an einem geplanten Auftritt des Rappers Chefket, dessen Songtexte wegen israelfeindlicher Aussagen in der Kritik stehen.
Die Ausstellung verwandelt Böhmermanns TV-Satire in ein immersives Erlebnis. Besucher begegnen skurrilen Exponaten mit Bezug zu Prominenten, darunter eine unter der Marke Donald Trump vertriebene Haarkur und Handtücher mit aufgestickten Kaninchen, die angeblich dem in Ungnade gefallenen Milliardär René Benko gehörten. Eine überdimensionale Butterbüste des ehemaligen Bundeskanzlers Helmut Kohl thront zwischen den Objekten, während draußen eine halb versunkene, aufblasbare Freiheitsstatue in einem Teich schwimmt – ein Kommentar zur US-Demokratie, wie die Kuratoren erklären.
Die Ausstellung bleibt zwar geöffnet, die Konzertreihe wird jedoch nicht stattfinden. Die Absagen verdeutlichen die anhaltenden Spannungen zwischen Meinungsfreiheit und Antisemitismus in der deutschen Kulturszene. Bis Mitte Oktober können Besucher die provokanten Installationen noch besichtigen.